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Forschung zu Dentalimplantaten

Forschung zu Dentalimplantaten

Forschung zu Dentalimplantaten

BioHorizons hat im Laufe der Jahre viele Studien unterstützt, um bei der Entwicklung in den Bereichen Implantate und Prothetik wegweisend tätig zu sein. Die wissenschaftliche Methode wurde unter Verwendung einer breiten Vielfalt von Modellen angewandt, darunter Labor-, Tier- und Humanstudien. Als Teil dieser Modelle wurden die Eigenschaften der Implantate unter vielen verschiedenen Bedingungen getestet, wobei besonderer Wert auf die Analyse der Belastbarkeit gelegt wurde. Dies umfasst u. a. die nicht-funktionale und funktionale Sofortbelastung sowie auch die frühe und verzögerte Belastung.

Forschung zu Dentalimplantaten

Dentalimplantate

Strong JT, Misch CE, Bidez MW, Nalluri P


ABSTRACT
Bei einem wurzelförmigen Dentalimplantat ist die funktionale Gewindeoberfläche als der Bereich definiert, der Druck- und Zugbelastungen (kein Schub) auf den Knochen verteilen und bei der Implantatplatzierung eine Anfangsstabilität bieten kann. Die funktionale Oberfläche ist der Teil der Implantatoberfläche, der für anfänglichen Osteoblastenkontakt mit der Implantatoberfläche sorgt. Die funktionale Oberfläche und die Dichte des Wirtsknochen bestimmen zusammen die biomechanische Lastverteilung des Implantats. Diese Untersuchung, die auf mathematischen Modellen beruht und durch Computermodelle validiert wurde, bestimmte die funktionale Oberfläche für drei Gewindeformen, die in Dentalimplantatbauweisen zu finden waren: Dreieckgewinde, umgekehrtes Sägezahngewinde und Rechteckgewinde. Die Ergebnisse dieser Untersuchung zeigen, dass man durch eine rechteckige Gewindeform eine wesentlich größere Funktionsoberfläche erhält und dass sich die Oberfläche durch unterschiedliche geometrische Parameter der Gewindeform wie Neigungswinkel und Gewindetiefe vergrößert.

© Compend Contin Educ Dent. 1998;19(Spezialausgabe):4-9.

Boggan RS, Strong JT, Misch CE, Bidez MW


ABSTRACT
Komponentenbruch und Lösen der Schrauben sind häufige Probleme bei modernen Dentalimplantaten. Diese Laboruntersuchung prüfte den Einfluss von Gestaltungsfaktoren wie Plattformdurchmesser und Sechskanthöhe auf die mechanische Stabilität und Passgenauigkeit der Implantat-Abutment-Kontaktstelle. An auf der Knochendichte basierenden Implantaten mit einem Durchmesser von 4 und 5 mm wurden statische und Druck-Biegeversuche durchgeführt. Es wurde ebenfalls eine REM-Evaluierung der Implantat-Abutment-Kontaktstelle durchgeführt, um die Passgenauigkeit zwischen den gepaarten Komponenten zu ermitteln. Das Implantat mit 5 mm Durchmesser war sowohl unter statischer als auch unter Dauerbelastung stärker als die Implantate mit 4 mm Durchmesser Ein Vergleich der Ergebnisse, die in der Literatur veröffentlicht wurden, zeigt, dass beide Implantate bei identischer Testkonfiguration gleichwertig oder besser waren als alternative Prothesenanschlüsse. Die Testergebnisse zeigten, dass Implantate mit großem Durchmesser die Wahrscheinlichkeit eines Komponentenbruchs bei modernen Dentalimplantatsystemen reduzieren können.

© J Prosthet Dent. 1999 Oct;82(4):436-440.

Allum SR, Tomlinson RA, Joshi R


ABSTRACT

Während bei Implantaten mit kleinem Durchmesser (= 3,5 mm) aufgrund eines erhöhten Risikos für einen Ermüdungsbruch unter klinischer Belastung zur Vorsicht geraten wurde, werden derzeit zahlreiche Implantate mit Durchmessern < 3 mm für Zahnrekonstruktionen einschließlich fest sitzender Restaurationen angeboten. Es fehlen Berichte über Laborstudien und randomisierte, kontrollierte klinische Studien zur Demonstration der klinischen Wirksamkeit von Implantaten mit kleinen Durchmessern. Diese Laborstudie hatte zum Ziel, Vergleichsdaten über die mechanische Belastbarkeit einer Reihe von schmalen, kommerziell vermarkteten Implantaten zu liefern.
While caution in the use of small-diameter (≤3.5 mm) implants has been advocated in view of an increased risk of fatigue fracture under clinical loading conditions, a variety of implant designs with diameters <3 mm are currently offered in the market for reconstructions including fixed restorations. There is an absence of reported laboratory studies and randomized-controlled clinical trials to demonstrate clinical efficacy for implant designs with small diameters. This laboratory study aimed to provide comparative data on the mechanical performance of a number of narrow commercially marketed implants.

Material und Methodik:
Implantate mit unterschiedlichen Bauweisen wurden mit einer standardisierten Versuchsanordnung untersucht, die der für standardisierte Labortests nach ISO empfohlenen ähnelt. Implantatmontagebaugruppen wurden in Acrylblöcken montiert, die im Labor gegossene Kronen hielten, und einer um 30° von der Achse abweichenden Last an einem LRX-Tensometer ausgesetzt. Die Messdaten wurden fortlaufend mithilfe der Software Nexygen aufgezeichnet.

Ergebnisse:
Tier Schlussfolgerungen:
The diameters of the commercially available implants tested demonstrated a major impact on their ability to withstand load, with those below 3 mm diameter yielding results significantly below a value representing a risk of fracture in clinical practice. The results therefore advocate caution when considering the applicability of implants ≤3 mm diameter. Standardized fatigue testing is recommended for all commercially available implants.

Notable quotes:

  • Fractures have been reported following the clinical use of well-documented implant designs. (Adell et al. 1981; Morgan et al. 1993; Rangert et al. 1995; Eckert et al. 2000)
  • One recent systematic review reported that implant fractures constitute between 5% and 20% of all implants lost during function. (Ber glundh et al. 2002)
  • Various workers have previously highlighted the risk of fatigue fracture of smaller diameter implants, especially in areas of high loading. (Rangert et al. 1995; Polizzi et al. 1999; Ronouard & Rangert 1999; Eckert et al. 2000; Zinsli et al. 2004)

© Clin. Oral Impl. Res. 2008 May;19(6):553-559.



animal

Novaes AB, Souza SLS, de Oliveria PT & Souza AMMS

 

Ziel:
Die heute verfügbaren Implantatsysteme stehen für verschiedene Typen von Oberflächenbehandlungen, mit dem Ziel, den Kontakt zwischen Knochen und Implantat zu optimieren. In dieser Studie wurden 4 verschiedene Implantatoberflächen verglichen.

Material und Methodik:
Bei fünf jungen, ausgewachsenen Mischlingshunden wurden der erste, zweite, dritte und vierte Prämolar aus dem Unterkiefer entfernt. Neunzig Tage nach der Entfernung wurden vier 10 mm lange Schraubenimplantate (Paragon) mit einem Durchmesser von 3,75 mm und unterschiedlichen Oberflächenbehandlungen in den Unterkiefer eingesetzt. Die Hunde erhielten je zwei Implantate mit den folgenden Oberflächenbehandlungen: glatt (gefräst), Titan-Plasma-Spray (TPS), Hydroxylapatit-Beschichtung (HA) und sandgestrahlt mit löslichen Partikeln (SBM).

Die Implantate wurden neunzig Tage lang nicht belastet. Nach dieser Frist wurden die Hunde getötet. Die Kieferhalbbögen wurden extrahiert und histologisch verarbeitet, um nicht-entkalkte Schnitte zu erhalten. Für jedes Implantat wurden zwei tiefe Längsschnitte durchgeführt, die unter einem Lichtmikroskop analysiert wurden, das mit einem Computersystem zur Histomorphometrie verbunden war.

Ergebnisse:
Für den Prozentsatz des Knochen-Implantat-Kontaktes wurden folgende Mittelwerte ermittelt: gefräst = 41,7 %, TPS = 48,9 %, HA = 57,9 % und SBM = 68,5 %.

Discussion:
Die Mittelwerte für alle Behandlungen, die die Implantatoberfläche aufrauen, waren größer als der für die gefräste Oberfläche. Der Unterschied war jedoch nur bei den Gruppen SBM und gefräst (Tukey Test, P < 0,05) signifikant.

Schlussfolgerungen:
Die mit SBM behandelte Oberfläche wies bei diesem Modell nach 90 Tagen ohne Belastung einen größeren Knochen-Implantat-Kontakt als die gefräste Oberfläche auf.

© Int J Oral and Maxillofac Implants 2002;17:377-383 Hinweis: SBM (sandgestrahlt mit löslichen Partikeln) entspricht einer Oberflächenbehandlung mit dem RBT-Verfahren (Resorbable Blast Texturing). Beide Oberflächenbehandlungen werden von Bio-Coat in Southfield, Michigan, durchgeführt.

Jennifer Steigenga, Khalaf Al-Shammari, Carl Misch, Francisco H. Nociti Jr. und Hom-Lay Wang

 

Hintergrund:
Die Gewindegeometrie wurde als potenzieller Faktor in der Beeinflussung der Implantatstabilität und der prozentualen Osseointegration vorgeschlagen. Deshalb war es das Ziel dieser prospektiven, randomisierten Parallelstudie, die Auswirkungen der Gewindebauart von Dentalimplantaten auf die Qualität der Osseointegration und auf die prozentuale Osseointegration sowie auf den Widerstand gegen ein entgegengesetztes Drehmoment in Kaninchenschienbeinen zu untersuchen.

Während des Experiments traten weder Komplikationen noch Infektionen auf. Die Histologie nach 2 und 4 Wochen zeigte in der Nähe aller Implantate unreife Weichgewebebildungen und es war eine geringe Epithel-Interaktion mit den Implantatoberflächen zu beobachten, da sich das Epithel an der Implantatoberfläche nach 2 Wochen nicht regeneriert hatte und nach 4 Wochen keine klare Beziehung zwischen Epithel und Implantat zu sehen war. Die Proben nach 8 Wochen zeigten ein reiferes Weichgewebe und Epithel. In diesen Proben hatte sich das Epithel vollständig regeneriert und das Weichgewebe zeigte reiferes und organisierteres Kollagen. In den Kontrollproben wuchs das Epithel konsistent an der Kontaktstelle zwischen Implantat und Weichgewebe und bildete entlang des Implantatkragens einen tiefen Sulkus. Der Sulkus weitete sich bis zur Knochenoberfläche aus und es fand nur eine geringe oder keine direkte Interaktion oder Integration des Weichgewebes mit den Kontrolloberflächen statt. Die mit Laser bearbeiteten Implantate der 8. Woche erzeugten ein anderes Gewebeinteraktionsmuster. Das Epithel erzeugte an den oberen Krägen dieser Implantate ebenfalls einen Sulkus. In den meisten Fällen erstreckte sich der Sulkus jedoch nicht bis zur Knochenoberfläche, sondern endete an einem 300 bis 700 µm breiten Gewebeband, das an der Basis des mikrostrukturierten Kragens angewachsen war. Obwohl die Lasermikrostrukturierung bis zur Spitze des Kragens reichte, wuchs das Weichgewebe nur am unteren Teil des Implantatkragens an, wo eine stabile „Ecke“ aus Weichgewebe sowohl am Implantatkragen als auch an der Knochenoberfläche angewachsen war. Diese Anordnung von Sulkus, Epithel- sowie Gewebeattachment war der strukturellen Anordnung „biological width“ (biologische Breite) ähnlich, die für Zähne und in einigen Fällen für Implantate beschrieben wurde.
72 individuell angepasste Implantate aus handelsüblichem Reintitan in Schraubenform (3,25 mm Durchmesser x 7 mm Länge) wurden in die Schienbeinknochen von 12 weißen Neuseelandkaninchen eingesetzt. Jeder Schienbeinknochen erhielt drei Implantate mit unterschiedlich geformten Gewinden: Eines mit Dreieckgewinde, eines mit umgekehrtem Sägezahngewinde und eines mit Rechteckgewinde.

Nach einer Heilperiode von 12 Wochen ohne besondere Vorkommnisse wurden die Kaninchen getötet. Der Knochen-Implantat-Kontakt (BIC) der Implantate im rechten Schienbein und die Röntgendichte des umgebenden Knochens wurden histologisch und histomorphologisch untersucht, während die Implantate im linken Schienbein für Tests des Herausdrehmoments herangezogen wurden. Die Unterschiede zwischen den drei Gewindeformen wurden mithilfe der Varianzanalyse (ANOVA) untersucht.

Ergebnisse:
Die Daten zeigten, dass Implantate mit rechteckiger Gewindebauart im Vergleich zum Dreieckgewinde und umgekehrtem Sägezahngewinde signifikant mehr BIC und höhere Herausdrehmomente aufwiesen, während bei der Messung der röntgenologischen Knochendichte keine Unterschiede festgestellt werden konnten.

Schlussfolgerung:
Die Ergebnisse lassen darauf schließen, dass eine rechteckige Gewindebauart für die Verwendung bei enossalen Dentalimplantatsystemen effektiver sein kann.

 

© J Periodontol 2004;75:1233-1241

Ghanavati F, Shayegh SS, Rahimi H, Sharifi D, Ghanavati F, Khalesseh N, Eslami B

 

ABSTRACT
Hintergrund:
Die sofortige Belastung von Dentalimplantaten wurde als neue Methode zur Verringerung der Implantatbehandlungsdauer ohne Gefährdung der Prognose eingeführt. Bei diesen Forschungsarbeiten wurden die Auswirkungen des Belastungszeitpunkts auf den Umfang des Knochen-Implantat-Kontaktes und die Knochenbildung um Dentalimplantate histologisch untersucht. Während des Experiments traten weder Komplikationen noch Infektionen auf. Die Histologie nach 2 und 4 Wochen zeigte in der Nähe aller Implantate unreife Weichgewebebildungen und es war eine geringe Epithel-Interaktion mit den Implantatoberflächen zu beobachten, da sich das Epithel an der Implantatoberfläche nach 2 Wochen nicht regeneriert hatte und nach 4 Wochen keine klare Beziehung zwischen Epithel und Implantat zu sehen war. Die Proben nach 8 Wochen zeigten ein reiferes Weichgewebe und Epithel. In diesen Proben hatte sich das Epithel vollständig regeneriert und das Weichgewebe zeigte reiferes und organisierteres Kollagen. In den Kontrollproben wuchs das Epithel konsistent an der Kontaktstelle zwischen Implantat und Weichgewebe und bildete entlang des Implantatkragens einen tiefen Sulkus. Der Sulkus weitete sich bis zur Knochenoberfläche aus und es fand nur eine geringe oder keine direkte Interaktion oder Integration des Weichgewebes mit den Kontrolloberflächen statt. Die mit Laser bearbeiteten Implantate der 8. Woche erzeugten ein anderes Gewebeinteraktionsmuster. Das Epithel erzeugte an den oberen Krägen dieser Implantate ebenfalls einen Sulkus. In den meisten Fällen erstreckte sich der Sulkus jedoch nicht bis zur Knochenoberfläche, sondern endete an einem 300 bis 700 µm breiten Gewebeband, das an der Basis des mikrostrukturierten Kragens angewachsen war. Obwohl die Lasermikrostrukturierung bis zur Spitze des Kragens reichte, wuchs das Weichgewebe nur am unteren Teil des Implantatkragens an, wo eine stabile „Ecke“ aus Weichgewebe sowohl am Implantatkragen als auch an der Knochenoberfläche angewachsen war. Diese Anordnung von Sulkus, Epithel- sowie Gewebeattachment war der strukturellen Anordnung „biological width“ (biologische Breite) ähnlich, die für Zähne und in einigen Fällen für Implantate beschrieben wurde.
Drei Monate vor der Implantation wurden bei 15 Hunden die vorderen Prämolaren des Unterkiefers gezogen. An den verheilten Extraktionsstellen wurden bei jedem Hund (N = 48) drei oder vier Dentalimplantate eingesetzt. Die Hunde wurden in drei Gruppen eingeteilt und die Implantate wurden entweder 48 Stunden oder 1 Woche später mit metallischen oder vorgefertigten Acrylkronen belastet oder blieben bis zum Zeitpunkt der Tötung ohne Belastung. Drei Monate nach Einsetzen der Implantate wurden die Tiere getötet und Proben wurden untersucht, um das Ausmaß des Knochen-Implantat-Kontaktes, den Anteil an lamellärem und Geflechtknochen sowie die lokale Entzündung von neu gebildetem Knochen zu bestimmen. Ergebnisse:
Bei den drei Gruppen wurde hinsichtlich der untersuchten Kriterien kein signifikanter Unterschied festgestellt (P > 0,05). Die Gruppe ohne Belastung hatte jedoch das höchste Ausmaß an Knochen-Implantat-Kontakt und die Gruppe mit einer Belastung 48 Stunden nach der primären Implantatplatzierung hatte das geringste. Der Prothesentyp hatte keine signifikante Auswirkung auf die Erfolgsquote der Implantate (P > 0,05). Der Anteil an lamellärem und Geflechtknochen bei dem neu gebildeten Knochen wich bei den drei Gruppen nicht voneinander ab (P > 0,05). In jeder Gruppe der Studie hat ein Implantat versagt. Schlussfolgerung:
Der Belastungszeitpunkt scheint das Ausmaß der Osseointegration und des Knochen-Implantat-Kontakts sowie die Zusammensetzung von neu gebildetem Knochen um die Dentalimplantate nicht signifikant zu beeinflussen. © J Periodontol. 2006;77(10)1701-1707.

Bumgardner J.D., Boring J.G., Cooper R.C., Cheng G., Givaruangsawat S., Gilbert J.A., Misch C.M. und Steflik D.E.


Mathematische und In-vitro-Modelle haben gezeigt, dass eine neue Dentalimplantatbauweise mit Rechteckgewinde die funktionale Oberfläche vergrößert und die Belastungsprofile im angrenzenden Knochen verbessert. Ziel dieser Untersuchung war die Bewertung der histologischen Reaktion von Knochen auf Belastung in einem Hundemodell. Die Implantate wurden in die Unterkieferknochen von Beagles eingesetzt, nachdem im hinteren Teil des Kiefers eine teilweise Zahnlosigkeit herbeigeführt wurde.

Drei Monate nach der Implantierung erhielten die Tiere unabhängige, festsitzende Teilprothesen und wurden weitere sechs Monate beobachtet. Die histologische Analyse zeigte, dass jedes Implantat mit einer mittleren Knochenkontaktlänge von 53,7 % osseointegriert wurde.

Eine interessante Beobachtung war die Bildung von mehr Knochen am unteren Teil des Rechteckgewindes und die konzentrische lamellare Überbrückung der angrenzenden Gewindegänge. Diese Beobachtungen legen den Schluss nahe, dass die Rechtecksgewindegeometrie einen positiven Einfluss auf die Knochenneubildung und die schnelle Bildung von stärkerem Lamellenknochen hat.

© Implant Dent 2000;9:252-260

Piattelli M., Scarano A., Paolantonio M., Iszzi G., Petrone G. und Piattelli A.


Ziel der vorliegenden Studie war der Vergleich der Knochenreaktion auf eine gefräste Oberfläche und eine mit Hydroxylapatit-Partikeln und RBT-sandgestrahlte Oberfläche. In dieser Studie wurden schraubenförmige Implantate aus Reintitan der Qualität 3 mit Gewinde mit gefräster Oberfläche oder RBT-Oberfläche verwendet.

Es wurden 24 weiße, männliche Neuseelandkaninchen verwendet. Die Implantate wurden gemäß einem zuvor beschriebenen Verfahren in das Oberschenkel-Kniegelenk eingesetzt. Jedes Kaninchen erhielt 2 Implantate, 1 als Test (RBT) und 1 als Kontrolle (gefräst). Es wurden insgesamt 48 Implantate eingesetzt (24 als Kontrolle und 24 als Test). Die Kaninchen wurden mit intramuskulär verabreichten Injektionen von Fluanison (0,7 mg pro kg Körpergewicht) und Diazepam (1,5 mg pro kg Körpergewicht) anästhesiert und mit 1 ml 2 %-iger Lidocain/Adrenalin-Lösung örtlich betäubt.

Zwei Kaninchen starben postoperativ. Vier Tiere wurden nach 1, 2, 3 und 4 Wochen mit einer Überdosis von intravenös verabreichtem Pentobarbital eingeschläfert, 6 Kaninchen wurden nach 8 Wochen eingeschläfert. Insgesamt wurden 44 Implantate entnommen. Die Proben wurden mit dem Precise 1 Automated System verarbeitet, um Dünnschliffe zu erhalten. Von jedem Implantat konnten insgesamt 3 Präparate gewonnen werden.

Die Präparate wurden mit Säure und Fuchsin sowie Toluidinblau eingefärbt. Die Präparate wurden in normalem Durchlicht unter einem Laborlux-Mikroskop von Leitz beobachtet und es wurde eine histomorphometrische Analyse durchgeführt. Bei den gefrästen Implantaten konnten in der Nähe der Implantatoberfläche mit kleinem Vergrößerungsfaktor Knochentrabekel erkannt werden. Bei stärkerer Vergrößerung konnten zahlreiche aktiv sekretierende, mit alkalischer Phosphatase positiv (ALP+) reagierende Osteoblasten erkannt werden. In vielen Bereichen lag eine noch nicht mineralisierte Matrix vor.

Nach 4 bis 8 Wochen bildete sich reifer Knochen, der Direktkontakt mit der Implantatoberfläche hatte, aber in vielen Bereichen lag eine noch nicht mineralisierte Matrix zwischen dem mineralisierten Knochen und der Implantatoberfläche. Bei den RBT-Implantaten und bei direktem Kontakt mit der Implantatoberfläche waren viele ALP+-Osteoblasten vorhanden. In anderen Bereichen im Umkreis des Implantats konnte die Bildung von Osteoidmatrix direkt auf der Implantatoberfläche beobachtet werden. Es muss betont werden, dass diese Ergebnisse in einer passiven Situation ohne Belastungen erzielt wurden.

© J Oral Implantol 2002;28:2-8



Mensch

Misch CE, Dietsh-Misch F, Hoar J, Beck G, Hazen R, Misch CM


ABSTRACT
Dieser Bericht stellt die Daten einer prospektiven Studie über ein Implantatsystem vor, das auf der Knochenqualität beruht. Die Erfolgsquote des chirurgischen Eingriffs betrug 99,4 % bei 975 Implantaten und 100 % beim D4-Knochen. Bezüglich des Knochenverlustes konnten drei kritische Phasen ermittelt werden: Knochenremodellierung bei der Operation zwischen Stadium I und Stadium II, Freilegung bei Stadium II bis zur Bereitstellung der Prothese (Übergangsperiode) und von der Prothesenbereitstellung bis zum ersten Jahr mit Belastung (Knochenverlust aufgrund früher Belastung). Die Freilegung des bei der Remodellierung des krestalen Knochens beim Übergang von Stadium I zu Stadium II führte zu einem durchschnittlichen vertikalen Knochenverlust von 0,021 mm bis 0,36 mm (Standardabweichung = 0,90 mm), abhängig davon, ob das Implantat während der Heilung des Knochens der Mundhöhle ausgesetzt war. Bei den vier Implantatbauweisen, den Implantatdurchmessern, der Knochendichte und der betroffenen Stelle konnte kein statistisch relevanter Unterschied gefunden werden. Der durchschnittliche Verlust des vertikalen Knochens im Stadium II, von der Freilegung bis zur Bereitstellung der Prothese, bewegte sich im Bereich von 0,12 mm bis 0,20 mm. 103 Patienten wurden nacheinander restauriert, wobei 360 Implantate und 105 Prothesen für eine Dauer von 12 bis 26 Monaten eingesetzt wurden. Es trat kein Implantatverlust infolge einer frühen Belastung auf. Der durchschnittliche frühe Knochenverlust wegen Belastung betrug 0,29 mm (Standardabweichung = 0,99 mm). Frühere klinische Berichte sagen aus, dass die meisten Ausfälle oder Verluste des krestalen Knochens bis zum Ende des ersten Jahres mit Belastung auftreten. Die Studie legt nahe, dass eine Dentalimplantatbauweise, die auf der Knochenqualität beruht, Totalausfälle und Verlust an krestalem Knochen ungeachtet der Knochendichte minimiert.

© J Oral Implantol. 1999;25(3):185-197.

Misch CE, Misch-Dietsh F, Silc J, Barboza E, Cianciola EJ, Kazor C


ABSTRACT
Hintergrund: Ziel dieser Fallserienstudie war die Untersuchung des Überlebens eines posterior gelegenem Einzelzahnimplantats und der langfristige Zustand der angrenzenden Zähne.

Während des Experiments traten weder Komplikationen noch Infektionen auf. Die Histologie nach 2 und 4 Wochen zeigte in der Nähe aller Implantate unreife Weichgewebebildungen und es war eine geringe Epithel-Interaktion mit den Implantatoberflächen zu beobachten, da sich das Epithel an der Implantatoberfläche nach 2 Wochen nicht regeneriert hatte und nach 4 Wochen keine klare Beziehung zwischen Epithel und Implantat zu sehen war. Die Proben nach 8 Wochen zeigten ein reiferes Weichgewebe und Epithel. In diesen Proben hatte sich das Epithel vollständig regeneriert und das Weichgewebe zeigte reiferes und organisierteres Kollagen. In den Kontrollproben wuchs das Epithel konsistent an der Kontaktstelle zwischen Implantat und Weichgewebe und bildete entlang des Implantatkragens einen tiefen Sulkus. Der Sulkus weitete sich bis zur Knochenoberfläche aus und es fand nur eine geringe oder keine direkte Interaktion oder Integration des Weichgewebes mit den Kontrolloberflächen statt. Die mit Laser bearbeiteten Implantate der 8. Woche erzeugten ein anderes Gewebeinteraktionsmuster. Das Epithel erzeugte an den oberen Krägen dieser Implantate ebenfalls einen Sulkus. In den meisten Fällen erstreckte sich der Sulkus jedoch nicht bis zur Knochenoberfläche, sondern endete an einem 300 bis 700 µm breiten Gewebeband, das an der Basis des mikrostrukturierten Kragens angewachsen war. Obwohl die Lasermikrostrukturierung bis zur Spitze des Kragens reichte, wuchs das Weichgewebe nur am unteren Teil des Implantatkragens an, wo eine stabile „Ecke“ aus Weichgewebe sowohl am Implantatkragen als auch an der Knochenoberfläche angewachsen war. Diese Anordnung von Sulkus, Epithel- sowie Gewebeattachment war der strukturellen Anordnung „biological width“ (biologische Breite) ähnlich, die für Zähne und in einigen Fällen für Implantate beschrieben wurde. Eine retrospektive Untersuchung von 1.162 auf einander folgenden Patienten von vier Privatpraxen mit einem fehlenden posterioren Einzelzahn, der mit 1.377 Außensechskant-Implantaten zur Unterstützung von 1.365 Restaurationen behandelt wurde, die 1 bis 10 Jahre lang von natürlichen Zähnen umgeben waren, wurde überprüft. Die Daten zum Implantat-Überleben wurden zwischen Stadium I und Stadium II der Heilung, zwischen Stadium II und der Protheseneingliederung und zwischen der Protheseneingliederung und der Nachuntersuchung nach bis zu 10 Jahren gesammelt. Der langfristige Zustand der angrenzenden Zähne wurde untersucht, einschließlich Verfall, endodontischer Behandlung (root canal therapy, RCT) und/oder Zahnentfernung während des Beobachtungszeitraums.

Ergebnisse: Bei den 1.377 eingesetzten Implantaten kam es zu 11 chirurgischen Versagen zwischen Stadium I und Stadium II der Heilung. Zwischen Stadium II und der Protheseneingliederung kam es zu einem Versagen. Während der Prothesen-Phase kam es zu zwei Fällen von Implantatversagen. Die chirurgische Erfolgsquote betrug 99,2 %, während die Gesamtüberlebensquote 98,9 % betrug, und dies bei durchschnittlich 61 Monaten Nachbeobachtung (Bereich 12 bis 125 Monate). Insgesamt wurden im Rahmen der Studie 2.589 angrenzende Zähne nachbeobachtet. Während dieser Zeitspanne ging kein einziger natürlicher Zahn verloren. Bei 129 angrenzenden Zähnen entwickelte sich interdentaler Verfall (5 %) und neun angrenzende Zähne benötigten als Folge von Verfall oder Restauration eine RCT (0,4 %).

Schlussfolgerungen: Der Einsatz von Einzelzahnimplantaten als Ersatz für fehlende posteriore Zähne ist eine langfristig funktionsfähige Behandlung. Die Komplikationen bezüglich benachbarter Zähne sind über einen Zeitraum von 10 Jahren nach der Implantateinsetzung minimal.

© J Periodontol. 2008 Dec;79(12):2378-2382.

Kline R., Hoar J.E., Beck G.H., Hazen R., Resnik R.R. und Crawford E.A.

 

Dieser Artikel berichtet über die Ergebnisse einer unabhängig überprüften, prospektiven, multizentrischen klinischen Studie zu einer Implantatgestaltung auf Grundlage der Knochenqualität nach fünf Jahren. An sechs Studienzentren wurden in 151 Fällen 495 Implantate platziert mit einem durchschnittlichen Beobachtungszeitraum von 1,6 Jahren (Spanne 1,0 bis 3,6 Jahre) im Anschluss an die Bereitstellung der Prothese.

 

Die Mehrzahl der eingesetzten Implantate waren D2- oder D3-Implantate zur Unterstützung von festsitzenden Teilprothesen oder von implantatgestützten Deckprothesen. Bei Anwendung strenger Erfolgskriterien gab es drei Fälle von Implantatversagen, was eine kumulative Erfolgsquote von 99,5 % nach der Kaplan-Meier-Analyse der Überlebensdauer bedeutet.

 

Die Röntgenanalyse ergab einen mittleren Knochenverlust von 0,06 mm nach einem Jahr und einen Knochengewinn von 0,04 mm in den ersten zwei Jahren nach Belastung der Prothese. Es gab keine statistischen Unterschiede bei den Ergebnissen nach Zentrum, Implantattyp, Knochendichte, Stelle im Mund oder Prothesentyp. Die Ergebnisse dieser fünfjährigen Studie zeigten unabhängig von der Knochenqualität eine hohe Erfolgsquote und begrenzten Knochenverlust an allen Stellen im Mund.

 

© Implant Dent 2002;11:224-234

Dong-Seok Sohn, Min-Su Bae, Jeong-Uk Heo, Jun-Sub Park, Sun-Hae Yea, Georgios E Romanos


ABSTRACT
Ziel: Das Ziel dieser retrospektiven Analyse war es, über die klinischen Ergebnisse der sofortigen Versorgung mit Provisorien unter Verwendung von einteiligen Implantaten mit geringem Durchmesser zu berichten.

Material und Methodik: Die zahnmedizinischen Daten von Patienten, die Implantate mit geringem Durchmesser erhalten hatten, wurden überprüft. Einteilige Implantate mit geringem Durchmesser (3,0 mm) wurden als Stütze für Restaurationen von oberen seitlichen Schneidezähnen und unteren Schneidezähnen verwendet. Alle Implantate wurden in einem einzeitigen Verfahren nach dem vom Hersteller empfohlenen Protokoll eingesetzt und die provisorischen Restaurationen wurden sofort platziert. Im Anschluss an einen durchschnittlichen Heilungszeitraum von 3 Monaten im Unterkiefer und von 5 Monaten im Oberkiefer wurden die endgültigen Prothesen angefertigt. Die Überlebensrate der Implantate wurde analysiert und eine röntgenologische Auswertung durchgeführt.

Ergebnisse: 36 Patienten (20 Männer und 16 Frauen) im Alter von 42 bis 72 Jahren (Durchschnittsalter 53 Jahre) wurden mit 62 einteiligen Implantaten mit geringem Durchmesser behandelt. Nach einer Frist von bis zu 33 Monaten (im Mittel 23 ± 4,3 Monate) wurde eine Erfolgsquote von 100 % beobachtet. Davon wurden 8 Implantate an den Positionen der oberen seitlichen Schneidezähne und 54 Implantate im Bereich der unteren Schneidezähne eingesetzt. 44 Implantate stützten festsitzende Teilprothesen und 18 Implantate stützten Einzelkronen. Die Mehrheit der Implantate wies eine Länge von 15 mm auf. Der mittlere Knochenverlust am Rand bei der Nachuntersuchung nach 12 Monaten betrug 0,53 ± 0,37 mm (Spanne 0 bis 1,4 mm).

Schlussfolgerungen:Die bei der retrospektiven Analyse ermittelten Ergebnisse legen den Schluss nahe, dass das einteilige Implantat mit geringem Durchmesser zuverlässig fehlende obere seitliche Schneidezähne und untere Schneidezähne mit geringen Zahnzwischenräumen und geringen Abständen zu Lippen und Zunge restauriert.

© Int J Oral Maxillofac Implants. 2011 Jan-Feb, 26(1): 163-8.

Reddy MS, O'Neal SJ, Haigh S, Aponte-Wesson R, Geurs NC

 

Ziel:
Ziel dieser Studie war die Feststellung der Veränderungen an den Papillen der Zahnzwischenräume, des Alveolarknochenverlustes, der Ästhetik und des ersten Heilungserfolgs, wenn einteilige Implantate mit schmalem Durchmesser in Bereichen mit kleinen Zahnzwischenräumen sofort belastet werden.

 

Material und Methodik:
Bei 17 Patienten wurden 31 Implantate eingesetzt. Bei jeder Untersuchung in der Klinik wurden Digitalfotografien erstellt, um die Heilung des Weichgewebes zu beurteilen. Die interdentale Weichgewebefüllung des Zahnzwischenraums wurde mit einem modifizierten Jemt-Index ermittelt. Standardisierte Röntgenbilder wurden zu Beginn (Implantatplatzierung) und während der Heilung (6 und 12 Monate postoperativ) erstellt. Die röntgenologische Knochenhöhe wurde relativ zu einer stets gleichen Position am Implantat gemessen. Um statistische Unterschiede der Knochenhöhe zu bestimmen, wurde ein einseitiger T-Test durchgeführt.

 

Ergebnisse:
Ein Implantat war klinisch mobil und wurde entfernt, woraus sich eine Gesamterfolgsquote von 96,7 % ergab. Die mittlere Knochenhöhe am Tag der Platzierung und Restauration betrug 2,33 ± 0,73 mm über dem ersten Gewindegang. Die mittlere Knochenhöhe 6 und 12 Monate nach der Restauration betrug 1,75 ± 0,78 bzw. 1,63 ± 0,81 mm. Während der ersten sechs Monate trat ein signifikanter Verlust an Abstützung durch Knochen ein (0,58 mm; p < 0,01) ohne anschließende signifikante Progression (0,12 mm; nicht signifikant). Bei 92 % der Behandlungsstellen am seitlichen Oberkiefer und bei 60 % der unteren Schneidezähne wurde eine vollständige Füllung der Papillen festgestellt.

 

Diskussion und Schlussfolgerung:
Die Verwendung von sofort belasteten einteiligen Implantaten mit geringem Durchmesser scheint für Bereiche mit geringen Abständen eine effektive prothetische Behandlungsmethode zu sein.

 

© Int J Oral Maxillofac Implants. 2008 Mar-Apr;23(2):281-288

George E Romanos, Tiziano Testori, Marco Degidi, & Adriano Piattelli

 

Hintergrund:
Das Konzept der Behandlung mit sofortiger Belastung kann in der Implantat-Zahnheilkunde erfolgreich angewendet werden. Knochenzellen migrieren zur Implantatoberfläche und verbinden sich dort fest mit der Titanoberfläche. Wenn die Implantate nach dem Eingriff sofort belastet werden, besteht eine hohe langfristige Erfolgsquote der implantatgestützten Rekonstruktion.

 

Wie in histologischen Beobachtungen in verschiedenen Tierstudien gezeigt, kann die Kontaktstelle von unmittelbar belasteten Implantaten eine direkte Knochen-Implantat-Verbindung ohne Bildung von Fasergewebe aufweisen. Die Bildung reifen Knochens hängt von der Belastungsdauer ab. Ziel dieser Studie war es, eine histologische Analyse entnommener, klinisch stabiler, sofort belasteter Implantate mit verschiedenen Implantatbauweisen und -Oberflächen zu demonstrieren. Für die verwendeten Implantatsysteme wurde eine objektive Demonstration der Knochen-Implantat-Kontaktstelle vorgeführt.

 

Während des Experiments traten weder Komplikationen noch Infektionen auf. Die Histologie nach 2 und 4 Wochen zeigte in der Nähe aller Implantate unreife Weichgewebebildungen und es war eine geringe Epithel-Interaktion mit den Implantatoberflächen zu beobachten, da sich das Epithel an der Implantatoberfläche nach 2 Wochen nicht regeneriert hatte und nach 4 Wochen keine klare Beziehung zwischen Epithel und Implantat zu sehen war. Die Proben nach 8 Wochen zeigten ein reiferes Weichgewebe und Epithel. In diesen Proben hatte sich das Epithel vollständig regeneriert und das Weichgewebe zeigte reiferes und organisierteres Kollagen. In den Kontrollproben wuchs das Epithel konsistent an der Kontaktstelle zwischen Implantat und Weichgewebe und bildete entlang des Implantatkragens einen tiefen Sulkus. Der Sulkus weitete sich bis zur Knochenoberfläche aus und es fand nur eine geringe oder keine direkte Interaktion oder Integration des Weichgewebes mit den Kontrolloberflächen statt. Die mit Laser bearbeiteten Implantate der 8. Woche erzeugten ein anderes Gewebeinteraktionsmuster. Das Epithel erzeugte an den oberen Krägen dieser Implantate ebenfalls einen Sulkus. In den meisten Fällen erstreckte sich der Sulkus jedoch nicht bis zur Knochenoberfläche, sondern endete an einem 300 bis 700 µm breiten Gewebeband, das an der Basis des mikrostrukturierten Kragens angewachsen war. Obwohl die Lasermikrostrukturierung bis zur Spitze des Kragens reichte, wuchs das Weichgewebe nur am unteren Teil des Implantatkragens an, wo eine stabile „Ecke“ aus Weichgewebe sowohl am Implantatkragen als auch an der Knochenoberfläche angewachsen war. Diese Anordnung von Sulkus, Epithel- sowie Gewebeattachment war der strukturellen Anordnung „biological width“ (biologische Breite) ähnlich, die für Zähne und in einigen Fällen für Implantate beschrieben wurde.
Insgesamt wurden 29 Implantate [N. BioHorizons = 6] mit verschiedenen Implantatbauweisen und -Oberflächen von Patienten entnommen, die mit Implantaten unter Verwendung eines Behandlungsprotokolls mit sofortiger Belastung behandelt wurden und bei denen noch am selben Tag nach der Operation festsitzender Zahnersatz eingegliedert wurde. Der Belastungszeitraum lag zwischen 2 und 10 Monaten. Die Knochen-Implantat-Kontaktstelle wurde histologisch und histomorphometrisch untersucht.

 

Ergebnisse:
In den untersuchten entnommenen Implantaten konnte ein hoher Knochen-zu-Implantat-Anteil von 66,8 % (± 8,9 %) [BioHorizons BIC % = 80,6 %] nachgewiesen werden. Im krestalen Teil der Implantate war eine Knochenresorption am Rand zu beobachten.

 

Schlussfolgerung:
Nach der vorliegenden histologischen und histomorphometrischen Bewertung der entnommenen, klinisch stabilen Implantate kann die sofortige okklusale Belastung bei Menschen ein hohes Maß an Knochen-Implantat-Kontakt erreichen.

 

© J Periodontol 2005; 76:1823-1832

Degidi M. und Piattelli A.

 

Hintergrund:
Ziel dieser Studie war die klinische Beurteilung von Implantaten, die einer sofortigen funktionalen Belastung (immediate functional loading, IFL) und einer sofortigen nicht-funktionalen Belastung (immediate non-functional loading, INFL) unter verschiedenen anatomischen Konfigurationen ausgesetzt waren.

 

Während des Experiments traten weder Komplikationen noch Infektionen auf. Die Histologie nach 2 und 4 Wochen zeigte in der Nähe aller Implantate unreife Weichgewebebildungen und es war eine geringe Epithel-Interaktion mit den Implantatoberflächen zu beobachten, da sich das Epithel an der Implantatoberfläche nach 2 Wochen nicht regeneriert hatte und nach 4 Wochen keine klare Beziehung zwischen Epithel und Implantat zu sehen war. Die Proben nach 8 Wochen zeigten ein reiferes Weichgewebe und Epithel. In diesen Proben hatte sich das Epithel vollständig regeneriert und das Weichgewebe zeigte reiferes und organisierteres Kollagen. In den Kontrollproben wuchs das Epithel konsistent an der Kontaktstelle zwischen Implantat und Weichgewebe und bildete entlang des Implantatkragens einen tiefen Sulkus. Der Sulkus weitete sich bis zur Knochenoberfläche aus und es fand nur eine geringe oder keine direkte Interaktion oder Integration des Weichgewebes mit den Kontrolloberflächen statt. Die mit Laser bearbeiteten Implantate der 8. Woche erzeugten ein anderes Gewebeinteraktionsmuster. Das Epithel erzeugte an den oberen Krägen dieser Implantate ebenfalls einen Sulkus. In den meisten Fällen erstreckte sich der Sulkus jedoch nicht bis zur Knochenoberfläche, sondern endete an einem 300 bis 700 µm breiten Gewebeband, das an der Basis des mikrostrukturierten Kragens angewachsen war. Obwohl die Lasermikrostrukturierung bis zur Spitze des Kragens reichte, wuchs das Weichgewebe nur am unteren Teil des Implantatkragens an, wo eine stabile „Ecke“ aus Weichgewebe sowohl am Implantatkragen als auch an der Knochenoberfläche angewachsen war. Diese Anordnung von Sulkus, Epithel- sowie Gewebeattachment war der strukturellen Anordnung „biological width“ (biologische Breite) ähnlich, die für Zähne und in einigen Fällen für Implantate beschrieben wurde.
An der Studie nahmen 152 Patienten teil, die eine Einverständniserklärung erteilt hatten. Es wurden insgesamt 646 Implantate [N. BioHorizons = 242] eingesetzt. Die Implantate wurden in 39 komplett zahnlose Unterkiefer, 14 zahnlose Oberkiefer, 23 zahnlose posteriore Unterkiefer, 16 zahnlose anteriore Unterkiefer, 16 zahnlose anteriore Oberkiefer und 15 zahnlose posteriore Oberkiefer eingesetzt. 58 Implantate wurden verwendet, um fehlende Einzelzähne zu ersetzen. In 65 Fällen wurde bei 422 Implantaten eine IFL durchgeführt. Eine INFL wurde in 116 Fällen durchgeführt (224 Implantate).

 

Ergebnisse:
In der IFL-Gruppe versagten 6 von 422 Implantaten (1,4 %) [N. BioHorizons = 0/0 %]; in der INFL-Gruppe versagten 2 von 224 Implantaten (0,9 %) [N. BioHorizons = 0/0 %]. Alle anderen Implantate schienen von einem klinischen und röntgenologischen Standpunkt aus erfolgreich osseointegriert und funktionieren seit dem Einsetzen zufriedenstellend. Alle Verluste waren in den ersten Monaten nach der Implantatbelastung zu beobachten.

 

Schlussfolgerung:
Sofortige funktionale und nicht-funktionale Belastung scheint ein Verfahren zu sein, das in ausgewählten Fällen zu zufriedenstellenden Ergebnissen führt.

 

© J Periodontol 2003;74:225-241

Misch CE & Degidi M

 

Hintergrund:
In den letzten 5 Jahren hat das Konzept der Sofortbelastung wurzelförmiger Implantate für fest sitzenden Zahnersatz steigendes Interesse erfahren. Verschiedene Autoren haben sich zu den Parametern, die die Ergebnisse beeinflussen könnten, einschließlich Anzahl und Länge der Implantate, Knochendichte und Patientenverhalten, geäußert. Der Auslöser für einen Knochenumbau im Umfeld eines Implantats kann sich aufgrund eines chirurgischen Traumas bei der Einsetzung oder dem mechanischen Umfeld der Belastung an der Kontaktstelle ergeben.

 

Beim klassischen zweizeitigen Ansatz gab es zwei Behandlungsschritte, zwischen denen 3 bis 6 Monate lagen. Die Sofortbelastung komprimiert diesen Zeitrahmen. Die zwei treibenden Mechanismen für die Knochenwiederherstellung laufen parallel zueinander ab. Ein wissenschaftlicher Ansatz zur Entwicklung der Kontaktstelle besteht darin, die Knochenheilungsreaktion des Traumas (Geflechtknochenbildung zur Wiederherstellung) und die Reaktion auf die mechanische Belastung (reaktive Geflechtknochenbildung) aneinander anzupassen, sodass die Summe dieser beiden Entitäten nicht zur Bildung von Fasergewebe und zur klinischen Mobilität des Implantats führt.

 

Ziel:
Zweck dieses Artikels ist es, eine wissenschaftliche Begründung dieser Aussagen zu liefern und sie auf die Physiologie und die Biomechanik des Knochens abzustimmen. Material und Methodik: Ergebnisse früherer Berichte in der Literatur wurden gesichtet und zusammengefasst, um eine Basis für eine prospektive Studie zu erhalten, die ein Implantatsystem auf der Grundlage der Knochenqualität verwendet (Maestro, BioHorizons Implant Systems, Inc., Birmingham, AL, USA).

 

Entweder am Tag des chirurgischen Eingriffs oder innerhalb von 2 Wochen wurde bei 30 Patienten an 31 Zahnbögen ein Provisorium eingegliedert. Insgesamt wurden 244 Implantate verwendet, um diese Restaurationen zu stützen, was einem Durchschnitt von 7,8 Implantaten pro Prothese entspricht. Nach 4 bis 7 Monaten wurden die endgültigen Restaurationen hergestellt. Ein Jahr nachdem die endgültige Restauration belastet wurde, betrug die Überlebensrate der Implantate 100 %. Auch die 31 Restaurationen wiesen innerhalb dieses Zeitrahmens eine Überlebensrate von 100 % auf. Dieser Bericht präsentiert diese Implantate und Restaurationen über einen Zeitraum von 1 bis 5 Jahren, mit einem durchschnittlichen Beobachtungszeitraum von 2,6 Jahren.

 

Ergebnisse:
Der Knochenverlust von der Einsetzung des Implantats bis zur endgültigen Bereitstellung der Prothese betrug durchschnittlich 0,7 mm. Der Knochenverlust im ersten Jahr nach der endgültigen Eingliederung der Prothese betrug durchschnittlich 0,07 mm. Nach dem ersten Jahr konnte ein leichtes Knochenwachstum beobachtet werden, aber im Allgemeinen war im verbleibenden Untersuchungszeitraum kein Wachstum zu beobachten.

 

Schlussfolgerungen:
Im vorliegenden Bericht trat kein Implantatverlust auf und die Werte für krestalen Knochenverlust waren ähnlich oder geringer als die, die beim vorbehaltlichen zweizeitigen Ansatz berichtet wurden. Dies kann mit der Anzahl und der Position der Implantate, der Implantatbauweise und/oder der Oberflächenbeschaffenheit sowie der Implantatbelastung in Zusammenhang stehen.

 

© Clin Implant Dent Relat Res 2003;5:17-28

Degidi M, Iezzi G, Perrotti V, Piattelli A


ABSTRACT
Hintergrund: Klinische, röntgenologische und histologische Untersuchungen haben gezeigt, dass bei sofort belasteten Implantaten an der Kontaktstelle mineralisierte Gewebe auftreten.

Ziel: Das Ziel dieser Studie war es, unter Verwendung eines Implantats mit rechteckiger Gewindebauweise ein Verfahren mit sofortiger Belastung mit einem zweizeitigen zu vergleichen.

Material und Methodik: An dieser Studie haben 155 auf einander folgende Patienten (71 Männer, 84 Frauen) im Alter zwischen 18 und 78 Jahren (Mittelwert: 54 Jahre) teilgenommen. Es wurden insgesamt 550 Implantate (Maestro; BioHorizons, Birmingham, AL, USA) eingesetzt. In Gruppe A wurden 264 Implantate bei 82 Patienten mit sofortiger funktionaler Belastung mit okklusalem Kontakt eingesetzt, falls die Patienten komplett zahnlos waren, oder mit sofortiger nicht-funktionaler Belastung ohne okklusalen Kontakt, falls die Patienten teilweise zahnlos waren. Bei Gruppe B wurden 286 Implantate bei 73 Patienten mit einem einzeitigen oder zweizeitigen chirurgischen Eingriff eingesetzt. Alle Patienten wurden postoperativ 5 Jahre nachverfolgt.

Ergebnisse:Bei der Gruppe mit sofort belasteten Implantaten versagten drei Implantate aus dem Bereich des hinteren Unterkiefers bei einer Erfolgsquote von insgesamt 98,8 % über 5 Jahre. In der Kontrollgruppe versagte kein Implantat bei einer Erfolgsquote von 100 % über 5 Jahre. Bei den zwei Gruppen konnten keine statistisch signifikanten Unterschiede bei den Erfolgsquoten festgestellt werden.

Discussion: Auch in unserer Versuchsreihe mit sofort belasteten Implantaten war die Erfolgsquote sehr hoch. Alle drei Implantate, die versagten, stammten vom selben Patienten, dessen Mundhygiene mangelhaft war, nach einer Belastungszeit von 5 Jahren. Diese Daten legen aus klinischer Sicht den Schluss nahe, dass eine verkürzte Heilungsperiode mit der Entstehung und dem Erhalt von mineralisiertem Gewebe an der Kontaktstelle zu den Dentalimplantaten über einen längeren Zeitraum hinweg (5 Jahre) kompatibel ist.

Schlussfolgerung: Aus klinischer Sicht kann geschlossen werden, dass kürzere Heilungszeiträume höchst zufriedenstellend sein können.

© Int J Oral Maxillofac Implants. 2011 Jan-Feb, 26(1): 163-8.

Marco Degidi, Adriano Piattelli, Peter Gehrke, Pietro Felice & Francesco Carinci

 

Sofortbelastung ist ein chirurgisch-prothetisches Verfahren, das in der Implantat-Zahnheilkunde vielfach eingesetzt wird. Trotz der häufigen Verwendung ist nur wenig Datenmaterial über die langfristige klinische Erfolgsquote bei sofortiger funktionaler Belastung (IFL) und sofortiger nichtfunktionaler Belastung (INFL) von Implantaten verfügbar. Das Ziel dieser Studie war, das langfristige Überleben und den Knochenverlust von Restaurationen mit sofort nichtfunktional belasteten Einzelimplantaten bei einer Gruppe von Patienten zu ermitteln, die 5 Jahre lang beobachtet wurde.

 

111 Patienten (41,4 % männlich) mit einem mittleren Alter von 40 Jahren haben an dieser Studie teilgenommen. Insgesamt wurden 111 Implantate eingesetzt. Alle Implantate wurden mit einem Mindest-Einsetzdrehmoment von 25 Ncm eingesetzt. Ein Provisorium wurde 1 bis 2 Stunden später mit Acrylharz unterfüttert, angepasst, poliert und zementiert oder verschraubt. Okklusaler Kontakt wurde bei zentrischen und lateralen Abweichungen vermieden.

 

Nach dem Platzieren der provisorischen Krone wurde mithilfe einer maßgeschneiderten Rinn-Haltevorrichtung eine periapikale Röntgenaufnahme erstellt. Die Daten wurden mithilfe der Kaplan-Meier-Methode und von Tabellenalgorithmen analysiert. Die Stratifikation der Implantaterfolgsquote wurde für die zur Verfügung stehenden interessierenden Variablen durchgeführt und die Vergleichsdaten wurden anhand eines Log-Rank-Tests analysiert.

 

Die untersuchten Parameter waren Zeitpunkt der Implantatplatzierung, Knochenqualität, Implantationsstelle, Implantatdurchmesser und -länge sowie die Art der Implantat-Oberflächenveredelung. Die Parameter für die Gesamterfolgsquote wurden durch eine Knochenresorption von < 1,5 mm nach dem ersten Jahr der Belastung und danach von < 0,2 mm definiert. Während der 5-jährigen Nachuntersuchungsphase wurde eine Erfolgsquote von 95,5 % beobachtet. Alle Ausfälle traten innerhalb von 4 Monaten nach der Implantatbelastung auf.

 

Es wurden statistisch signifikante Unterschiede in Bezug auf geheilte Implantatstellen gegenüber Implantatstellen nach der Extraktion (100 % bzw. 92,5 %, P = 0,05) und in Bezug auf die Art des Knochens festgestellt (D1 gegenüber D4 ergab 100 % bzw. 95,5 %, P < 0,05). Keine Unterschiede konnten festgestellt werden für: (1) Stelle (100 % für den Unterkiefer und 94,6 % für den Oberkiefer, P = 0,319); (2) Implantatdurchmesser (Überlebensquote 97,26 % für Durchmesser < 4,5 mm und 92,11 % für Durchmesser > 4,5 mm, P = 0,206); (3) Implantatlänge (Überlebensquote 96,97 % für Implantate mit einer Länge > 13 mm und 94,87 % für Implantate mit einer Länge < 13 mm, P = 0,624); und (4) Art der Implantatoberflächenveredelung (Überlebensquote 94,03 % für 67 Fälle gestrahlter und geätzter Oberflächen und einer Versagensquote von 4 von 5 und 94,12 % für 17 Fälle von hydroxylapatit(HA)-beschichteten Oberflächen mit nur 1 Versagen).

 

Die Erfolgsquote (definiert als Knochenresorption von < 1,5 mm nach dem ersten Jahr der Belastung und von anschließend < 0,2 mm) betrug 97,2 %. Die sofortige nonokklusale Belastung von einzelnen Implantaten ist ein zuverlässiges chirurgisch-prothetisches Verfahren mit einer niedrigen Implantat-Versagensquote und wenig periimplantärem Knochenabbau im Lauf der Zeit.

 

© J Oral Implantol 2006;32:43-51

Marco Degidi, Peter Gehrke, Andre Spanel & Adriano Piattelli


Hintergrund:
Steife Provisorien sind inzwischen dafür bekannt, bei einer sofortigen Implantatbelastung signifikanten Einfluss auf die periimplantäre Gewebereaktion zu haben, da sie die mechanische Belastung reduzieren, die auf jedes Implantat ausgeübt wird.

Ziel:
Ein erfolgreiches Verfahren zur Sofortbelastung von mehreren Implantaten hängt von einer ausreichenden Fixierung und Unbeweglichkeit der Implantate ab, um das Risiko von Mikrobewegungen in Bezug auf den umgebenden Knochen zu verhindern. Das Ziel dieses Artikels war es, ein prothetisches Konzept für eine beschleunigte starre Schienung von mehreren Implantaten für die am selben Tag erfolgende sofortige Belastung mit metallverstärkten Provisorien unter Verwendung einer Schweißtechnik für temporäre Implantat-Abutments mit einer vorgefertigten Titanschiene direkt in der Mundhöhle zu untersuchen (Synkristallisation).

Material und Methodik:
Zwischen Juni 2004 und Januar 2005 wurde die Sofortbelastung von Schraubimplantaten mit einem metallverstärkten Acrylharz-Provisorium im chirurgischen Stadium 1 bei 40 aufeinanderfolgenden Patienten untersucht. Insgesamt 192 Implantate wurden bei ausgewählten zahnlosen oder teilweise zahnlosen Patienten unter Anwendung der Synkristallisationstechnik platziert.

 

 

Sobald die Titanschiene intraoral mit den Abutments verschweißt war, wurde Opaker aufgetragen und die provisorische Versorgung wurde am selben Tag unterfüttert und verschraubt. Darüber hinaus wurde ein Vergleich von Verformungen und Spannungsverteilungen bei implantatgetragenen, metallverstärkten und nicht metallverstärkten Kunstharz-Provisorien in zahnlosen Unterkiefern anhand eines dreidimensionalen Finite-Elemente-Modells (FEM) analysiert.

Ergebnisse:
Bei allen der 192 starren, provisorischen, sofort belasteten Implantaten trat eine Osseointegration ein. Es wurde eine Erfolgsquote von 100 % über einen Zeitraum von 6 Monaten nach der Implantatplatzierung erreicht. Während der Beobachtungszeit traten keine Brüche oder Ausfälle des Befestigungszements des Provisoriums auf. Im Vergleich zu einfachen Acryl-Suprakonstruktionen wurde durch die FEM-Analyse eine signifikante Verringerung der Verformung und Überbeanspruchung bei metallverstärkten Provisorien nachgewiesen.

Schlussfolgerung:
Die Ergebnisse dieser Studie deuten darauf hin, dass die Synkristallisationstechnik eine beschleunigte und angemessen starre Schienung von mehreren sofort belasteten Implantaten zulässt. Die Vorteile dieser Technik sind:

 

  1. Reduzierung der Behandlungszeit für sofortige Provisorien im chirurgischen Stadium 1,
  2. zuverlässige Fixierung und Unbeweglichkeit der Implantate in den frühen Phasen der Knochenheilung, und
  3. weniger Zeitaufwand für die Reparatur von Provisorien als Folge von nicht oder selten auftretenden Brüchen.

 

© Clin Implant Dent Relat Res 2006;8:123-134

Misch C.E., Poitras Y. und Dietsh F.

 

Die posteriore Oberkieferregion des Mundes erträgt zwar mehr Bisskraft als die Oberkieferfrontzähne, hat aber oft auch die geringste Knochendichte. Ein biomechanischer Ansatz, oft durchgeführt, um Risikofaktoren zu minimieren, die an Stellen mit hoher Belastung oder geringer Knochendichte auftreten, ist die Vergrößerung der Implantatoberfläche. Die meisten Hersteller bieten Implantate in verschiedenen Längen an.

 

Bei einem Sinuslift können längere Implantate verwendet werden. Die Finite-Elemente-Analyse unterstützt jedoch die Hypothese, dass die Implantatlänge hinsichtlich der Verteilung von Belastungen nur eine sekundäre Rolle spielt. Eine weitere erfolgversprechende Vorgehensweise zur Verbesserung der Implantatoberfläche im Seitenzahnbereich ist die Vergrößerung des Implantatdurchmessers. Wenn allerdings herkömmliche Konstruktionen und Durchmesser verwendet werden, vergrößert dies die Oberfläche nur um 30 %, während sich die Bisskraft im Seitenzahnbereich jedoch um mehr als 300 % erhöht.

 

Eine Änderung des Implantatdurchmessers und der Gewindebauweise (z. B. BioHorizons Implant System, Inc.) kann die Oberfläche um mehr als 300 % vergrößern. Dieser klinische Bericht zeigt, dass die chirurgische Erfolgsquote bei Implantaten im posterioren Oberkiefer bei 99,4 % liegt, wenn das auf der Knochenqualität basierende Implantatsystem von BioHorizons Anwendung findet. Darüber hinaus gab es keine frühen Ausfälle unter Belastung und kein Versagen von Prothesen.

 

Der krestale Knochenverlust während der frühen Belastung lag bei durchschnittlich 0,71 mm oder weniger, abhängig von der Anwendung einer einzeitigen oder zweizeitigen chirurgischen Methode. Die Vergrößerung der Oberfläche bei dieser Konstruktion kann, zusammen mit dem dazugehörigen Druckbelastungsgewinde, in der Tat für den Rückgang des Implantatverlusts bei einer frühen Belastung verantwortlich sein und auch zu einem Rückgang der Belastung krestalen Knochens führen, was zu einer Verringerung des krestalen Knochenverlusts beitragen kann.

 

© Oral Health 2000;8:7-15

B Sezer, T Gunbay, M Güngör, B Koyuncu 1, E Çömlekoğlu, C Artunç


ABSTRACT

Während bei Implantaten mit kleinem Durchmesser (= 3,5 mm) aufgrund eines erhöhten Risikos für einen Ermüdungsbruch unter klinischer Belastung zur Vorsicht geraten wurde, werden derzeit zahlreiche Implantate mit Durchmessern < 3 mm für Zahnrekonstruktionen einschließlich fest sitzender Restaurationen angeboten. Es fehlen Berichte über Laborstudien und randomisierte, kontrollierte klinische Studien zur Demonstration der klinischen Wirksamkeit von Implantaten mit kleinen Durchmessern. Diese Laborstudie hatte zum Ziel, Vergleichsdaten über die mechanische Belastbarkeit einer Reihe von schmalen, kommerziell vermarkteten Implantaten zu liefern.
The use of osseointegrated implants as an endoestal anchorage device to provide support for dental prostheses is a reliable and widely accepted treatment modality. The purpose of this study was to evaluate the clinical performance of biohorizons implants placed in the maxilla or in the mandible.

 

Während des Experiments traten weder Komplikationen noch Infektionen auf. Die Histologie nach 2 und 4 Wochen zeigte in der Nähe aller Implantate unreife Weichgewebebildungen und es war eine geringe Epithel-Interaktion mit den Implantatoberflächen zu beobachten, da sich das Epithel an der Implantatoberfläche nach 2 Wochen nicht regeneriert hatte und nach 4 Wochen keine klare Beziehung zwischen Epithel und Implantat zu sehen war. Die Proben nach 8 Wochen zeigten ein reiferes Weichgewebe und Epithel. In diesen Proben hatte sich das Epithel vollständig regeneriert und das Weichgewebe zeigte reiferes und organisierteres Kollagen. In den Kontrollproben wuchs das Epithel konsistent an der Kontaktstelle zwischen Implantat und Weichgewebe und bildete entlang des Implantatkragens einen tiefen Sulkus. Der Sulkus weitete sich bis zur Knochenoberfläche aus und es fand nur eine geringe oder keine direkte Interaktion oder Integration des Weichgewebes mit den Kontrolloberflächen statt. Die mit Laser bearbeiteten Implantate der 8. Woche erzeugten ein anderes Gewebeinteraktionsmuster. Das Epithel erzeugte an den oberen Krägen dieser Implantate ebenfalls einen Sulkus. In den meisten Fällen erstreckte sich der Sulkus jedoch nicht bis zur Knochenoberfläche, sondern endete an einem 300 bis 700 µm breiten Gewebeband, das an der Basis des mikrostrukturierten Kragens angewachsen war. Obwohl die Lasermikrostrukturierung bis zur Spitze des Kragens reichte, wuchs das Weichgewebe nur am unteren Teil des Implantatkragens an, wo eine stabile „Ecke“ aus Weichgewebe sowohl am Implantatkragen als auch an der Knochenoberfläche angewachsen war. Diese Anordnung von Sulkus, Epithel- sowie Gewebeattachment war der strukturellen Anordnung „biological width“ (biologische Breite) ähnlich, die für Zähne und in einigen Fällen für Implantate beschrieben wurde.
One hundred fifty-five consecutive patients (71 men, 84 women), aged between 18 and 72 years (mean: 54 years) participated in this study. A total of 500 implants (internal; BioHorizons, Birmingham, AL, USA) were inserted. The cases were examined retrospectively in order to evaluate the clinical efficiency of BioHorizons implants and to determine the success rate of implant retained/supported prosthesis after a 5-year period. All implants were assessed clinically and radiographically on a yearly basis.

 

Ergebnisse:
One hundred fifty-five consecutive patients (71 men, 84 women), aged between 18 and 72 years (mean: 54 years) participated in this study. A total of 500 implants (internal; BioHorizons, Birmingham, AL, USA) were inserted. The cases were examined retrospectively in order to evaluate the clinical efficiency of BioHorizons implants and to determine the success rate of implant retained/supported prosthesis after a 5-year period. All implants were assessed clinically and radiographically on a yearly basis.

 

Schlussfolgerung:
Within the limitations of the observation period and sample number, the present findings confirmed sufficient success and survival rates of BioHorizons implants placed in the mandible as well as implants placed in the maxilla after a 5-year period. We can then conclude these implants can be highly satisfactory from a clinical point of view.

 

© Ege University, Faculty of Dentistry, Izmir, Turkey

De Leonardis D, Pecora GE


ABSTRACT
Das Ziel der vorliegenden Untersuchung war die Auswertung der klinischen und histologischen Ergebnisse einer Kieferaugmentation unter Verwendung von Calciumsulfat als Transplantationsmaterial. Die Pilotgruppe bestand aus 12 Patienten (15 Sinusse). Basierend auf den Erfahrungen der Pilotgruppe wurde die Technik der Calciumsulfat-Anwendung angepasst und es wurde eine zweite Gruppe von 45 Patienten (50 Sinusse) behandelt (Testgruppe). In der Pilotgruppe wurden insgesamt 30 Implantate (Biolock) platziert. In der Testgruppe wurden insgesamt 100 Implantate (Biolock und BioHorizons) platziert. Die klinischen Daten in der vorliegenden Studie stehen im Bezug zu der Nachkontrolle nach 1 Jahr für beide Gruppen. Klinische Evaluierungen einschließlich der Beurteilung der Implantatmobilität und der Taschentiefe wurden von der Implantatfreilegung bis zur endgültigen Prothesenplatzierung monatlich und danach alle 6 Monate erfasst. Die Röntgenbilder wurden vor der Kieferaugmentation und bis 6 Monate nach der Operation monatlich, dann 9 und 12 Monate nach der Implantation und danach in jährlichen Abständen erstellt. Ein Implantat aus der Pilotgruppe wurde nicht im Rahmen eines zweiten chirurgischen Eingriffs eingesetzt und bei 1 Mitglied der Testgruppe musste die Osseointegration nach der Abutment-Verbindung (bei der 1-Jahres-Untersuchung) abgebrochen werden. Auf Basis definierter Kriterien lag die Erfolgsquote für die 130 eingesetzten Implantate 1 Jahr nach der Implantation bei 98,5 %. Die klinische und radiologische Auswertung ergab, dass die Augmentation zur Bildung neuen Gewebes in den Kieferhöhlen geführt hat. Die in der Testgruppe verwendete Technik führte zu einer Verlangsamung der Materialresorption und zu einer geringeren Transplantatschrumpfung während der Heilung. In Biopsien wurden Knochenproben für histologische Untersuchungen entnommen. Die Auflage einer resorbierbaren Barrieremembran auf das Zugangsfenster reduzierte die Invagination des Weichgewebes auf diesem Niveau. Die Ergebnisse dieser Studie unterstützen die Hypothese, dass Calciumsulfat ein geeignetes Material für die Kieferaugmentation ist.

© Int J Oral and Maxillofac Implants. 1999 Nov-Dec;14(6):869-878.

Carl E Misch, Jennifer Steigenga, Eliane Barboza, Francine Misch-Dietsh, Louis J Cianciola & Christopher Kazor


Hintergrund:
In vielen klinischen Berichten weisen Implantate mit einer Länge < 10 mm im Seitenzahnbereich teilbezahnter Patienten eine höhere Versagensquote auf. Zweck dieser Fallserienstudie ist es, die Erfolgsquote von Implantaten zu überprüfen, wenn nach biomechanischen Kriterien vorgegangen wurde, um die an der Knochen-Implantat-Kontaktstelle auftretende Belastung zu verringern.

Während des Experiments traten weder Komplikationen noch Infektionen auf. Die Histologie nach 2 und 4 Wochen zeigte in der Nähe aller Implantate unreife Weichgewebebildungen und es war eine geringe Epithel-Interaktion mit den Implantatoberflächen zu beobachten, da sich das Epithel an der Implantatoberfläche nach 2 Wochen nicht regeneriert hatte und nach 4 Wochen keine klare Beziehung zwischen Epithel und Implantat zu sehen war. Die Proben nach 8 Wochen zeigten ein reiferes Weichgewebe und Epithel. In diesen Proben hatte sich das Epithel vollständig regeneriert und das Weichgewebe zeigte reiferes und organisierteres Kollagen. In den Kontrollproben wuchs das Epithel konsistent an der Kontaktstelle zwischen Implantat und Weichgewebe und bildete entlang des Implantatkragens einen tiefen Sulkus. Der Sulkus weitete sich bis zur Knochenoberfläche aus und es fand nur eine geringe oder keine direkte Interaktion oder Integration des Weichgewebes mit den Kontrolloberflächen statt. Die mit Laser bearbeiteten Implantate der 8. Woche erzeugten ein anderes Gewebeinteraktionsmuster. Das Epithel erzeugte an den oberen Krägen dieser Implantate ebenfalls einen Sulkus. In den meisten Fällen erstreckte sich der Sulkus jedoch nicht bis zur Knochenoberfläche, sondern endete an einem 300 bis 700 µm breiten Gewebeband, das an der Basis des mikrostrukturierten Kragens angewachsen war. Obwohl die Lasermikrostrukturierung bis zur Spitze des Kragens reichte, wuchs das Weichgewebe nur am unteren Teil des Implantatkragens an, wo eine stabile „Ecke“ aus Weichgewebe sowohl am Implantatkragen als auch an der Knochenoberfläche angewachsen war. Diese Anordnung von Sulkus, Epithel- sowie Gewebeattachment war der strukturellen Anordnung „biological width“ (biologische Breite) ähnlich, die für Zähne und in einigen Fällen für Implantate beschrieben wurde.
Im Rahmen einer retrospektiven Studie wurden 273 aufeinanderfolgende Patienten mit partieller Zahnlosigkeit im Seitenzahnbereich mit 745 Implantaten mit einer Länge von 7 oder 9 mm für 338 Restaurationen versorgt. Die Ergebnisse wurden in vier Privatpraxen über einen Zeitraum von 1 bis 5 Jahren kontrolliert. Die Daten der Implantat-Erfolgsquoten wurden zwischen Stadium I und Stadium II bezüglich Heilung, zwischen Stadium II und der Protheseneingliederung sowie zwischen der Protheseneingliederung und der Nachuntersuchung nach 6 Jahren gesammelt.

Ein Versuch, die Belastung auf die posterioren Implantate auf biomechanische Weise zu verringern, schloss schienende Implantate und Implantate ohne Auslegerbelastung ein, wobei der Patient mit einer beidseitig geschützten Okklusion oder einer Okklusion mit Eckzahnführung ausgestattet wurde. Dazu wurde ein Implantat ausgewählt, das konzipiert war, den Kontakt von Knochen und Implantat zu vergrößern.

Ergebnisse: Bei den 745 eingesetzten Implantaten kam es zwischen Stadium I und Stadium II der Heilung zu sechs chirurgischen Versagen. Alle fünf Verluste geschahen bei Anwendung eines einzeitigen chirurgischen Eingriffs (240 Implantate). Zwischen der Stadium-II-Heilung und der Protheseneingliederung kam es zu zwei Verlusten. Nach der Eingliederung der 338 endgültigen Prothesen kam es zu keinem weiteren Implantatverlust. Die Überlebensquote von der Stadium-I-Operation bis zur prothetischen Nachbehandlung lag bei 98,9 %.

Schlussfolgerungen:
Kurze Implantate können mit zuverlässigem Erfolg für den Ersatz bei teilweiser Zahnlosigkeit im Seitenzahnbereich verwendet werden. Die Berücksichtigung biomechanischer Kriterien zur Reduktion der Belastung auf die Knochen-Implantat-Kontaktstelle ist dabei angezeigt.

© J Periodontol 2006; 77:1340-1347

Linkevicius T, Apse P, Grybauskas S, Puisys A


ABSTRACT
Ziel:Ziel dieser klinischen Studie war es, den Einfluss der Dicke des Gingivagewebes auf krestalen Knochenverlust um Dentalimplantate herum nach einer nach 1 Jahr stattfindenden Nachuntersuchung zu bewerten.

Material und Methodik: 46 Implantate (23 Test- und 23 Kontrollimplantate) wurden in 19 Patienten gesetzt. Die Testimplantate wurden 2 mm tief subkrestal platziert, während die Kontrollimplantate auf Knochenniveau platziert wurden. Vor der Implantatplatzierung wurde die Gewebedicke an der Implantationsstelle mit einer Parodontalsonde gemessen. Nach der Heilung wurden zementierte Metall-Keramik-Prothesen konstruiert. Je nach Gewebedicke wurden die Testimplantate in die Gruppen A (dünn) und B (dick) unterteilt. Intraorale Röntgenaufnahmen wurden angefertigt und krestale Knochenveränderungen wurden bei der Implantatplatzierung sowie nach 1 Jahr ermittelt.

Ergebnisse: Der mittlere Knochenverlust in der Umgebung der Testimplantate in Gruppe A (dünne Mukosa) lag bei 1,61 ± 0,24 mm (SE; Bereich 0,9 bis 3,3 mm) mesial bzw. 1,28 ± 0,167 mm (Bereich 0,8 bis 2,1 mm) distal. Der mittlere Knochenverlust bei Implantaten der Testgruppe B (dicke Mukosa) betrug 0,26 ± 0,08 mm (Bereich 0,2 bis 0,9 mm) mesial bzw. 0,09 ± 0,05 mm (Bereich 0,2 bis 0,6 mm) distal. Der mittlere Knochenverlust um die Kontrollimplantate betrug 1,8 ± 0,164 mm (Bereich 0,6 bis 4,0 mm) mesial bzw. 1,87 ± 0,166 mm (Bereich 0,0 bis 4,1 mm) distal. Die Analyse der Varianz zeigte einen signifikanten Unterschied hinsichtlich des Knochenverlustes zwischen Testgruppe A (dünn) und B (dick) sowohl mesial als auch distal.

Schlussfolgerung: Die anfängliche krestale Gingivadicke hat bedeutenden Einfluss auf die Knochenstabilität am Rand in der Nähe von Implantaten. Bei einer Gewebedicke von 2,0 mm oder darunter kann es trotz der suprakrestalen Position der Implantat-Abutment-Kontaktstelle zu einem krestalen Knochenverlust von bis zu 1,45 mm kommen.

© Int J Oral Maxillofac Implants. 2009 Jul-Aug, 24(4): 712-9.

Linkevicius T, Apse P, Grybauskas S, Puisys A


ABSTRACT
Ziel:In dieser Pilotstudie sollte festgestellt werden, welche Wirkung dünne Schleimhäute auf die krestale Knochenstabilität in der Umgebung von Implantaten mit Plattform-Switching haben.

Material und Methodik: Zwölf 2-teilige Implantate, bestehend aus 6 Implantaten mit horizontal passenden Implantat-Abutment-Verbindungen (Kontrolle) und 6 Implantate mit Plattform-Switching (Test) wurden in vier Patienten eingesetzt. Das mittlere Alter der Patienten betrug 43 Jahre (Bereich: 37 bis 56 Jahre). Die Dicke des Schleimhautgewebes an der Implantatstelle wurde mit 2 mm oder weniger gemessen. Die Implantate wurden mit 5 verblockten Kronen und einer einzelnen 3-teiligen festsitzenden Teilprothese restauriert. Intraorale Röntgenaufnahmen wurden erstellt und krestale Knochenveränderungen wurden bei der Implantatplatzierung sowie nach einer Nachuntersuchung 1 Jahr nach der Behandlung gemessen. Als statistisches Signifikanzniveau wurde P kleiner 0,05 festgelegt.

Ergebnisse: Der Knochenverlust um die Testimplantate betrug 1,81 ± 0,39 mm mesial und 1,70 ± 0,35 mm distal. Die Kontrollimplantate wiesen einen Knochenabbau am Rand von 1,60 ± 0,46 mm mesial und 1,76 ± 0,45 mm distal auf. Zwischen Kontroll- und Testimplantaten konnte kein statistisch signifikanter Unterschied ermittelt werden, weder mesial (F[1,10} = 0,746; P = 0,408) noch distal (F[1,10} = 0,080; P = 0,783).

Schlussfolgerung: Im Rahmen dieser Pilotstudie konnte festgestellt werden, dass die Implantate mit Plattform-Switching den krestalen Knochen im Vergleich zu Implantaten mit traditionellen Implantat-Abutment-Verbindungen nicht besser schützten, wenn zum Zeitpunkt der Implantatplatzierung dünne Schleimhäute vorliegen.

© J Oral Maxillofac Surg. 2010 Sep; 68(9): 2272-7.

Misch C.E., Bidez M. und Sharaway M.


Es ist seit Langem bekannt, dass die Existenz von fibrösem Gewebe das langfristige Überleben eines Implantats in Zahnwurzelform verringert. Übermäßige Belastungen, die auf ein osseointegriertes Implantat ausgeübt werden, können in einer Beweglichkeit der Stützvorrichtung resultieren, außerdem können sie zu einem Bruch eines Teils des Implantats oder des gesamten Implantats führen. Es gibt zwar mehrere Bedingungen, die krestalen Knochenverlust verursachen können, aber die Überbelastung der Prothese kann einer davon sein.

Eine übermäßige Belastung der Knochen erhöht die Belastungsbedingungen. Diese Mikrobelastungen des Knochens können die Knochenremodellierungsrate in einer direkten Beziehung beeinträchtigen.

Wenn die Belastungsbedingungen am Knochenrand in einem mittleren Überbelastungsbereich liegen, kommt es zu einer verstärkten Knochenremodellierungsreaktion, was zur Bildung von Geflechtknochen führt, der weniger mineralisiert und schwächer ist. Eine höhere Belastung kann dazu führen, dass die Belastung am Knochenrand einen pathologischen Überlastungsbereich erreicht, was zu einer Mikrofrakturierung des Knochens, zu Fasergewebebildung und/oder Knochenabbau führen kann.

Jüngste Berichte deuten darauf hin, dass die Knochenremodellierungsrate neben einem Implantat dazu verwendet werden kann, um biomechanische Bedingungen und ihre Einflüsse auf die Implantat-Knochen-Kontaktstelle zu beurteilen. Dazu gehören eine Reihe von Faktoren wie beispielsweise Belastungsbedingungen, Implantatoberflächenbedingungen und Implantatbauweise. Für bestimmte Belastungszustände ist die Implantatbauweise einer der wichtigsten Faktoren, der für die resultierende Belastung auf die Kontaktstelle verantwortlich ist.

Es wurde das vorgegebene Ziel gesetzt, ein Dentalimplantat biotechnologisch herzustellen, das den Knochen an der Kontaktstelle in einem vorgegebenen Spannungs-Dehnungs-Verhältnis belastet, um an der Kontaktstelle Lamellenknochen zu erhalten. In einem Fallbericht über 2 biotechnologisch hergestellte Implantate, die 1 Jahr lang belastet wurden, konnte gezeigt werden, dass der Knochen hauptsächlich über eine lamellare Struktur verfügte, dass die Knochenumschlagrate weniger als 5 Mikrometer/Tag betrug und dass der Knochen ebenso beschaffen war wie der von der Kontaktstelle entfernte.

Diese Ergebnisse bestätigen die in einer früheren Tierstudie beobachteten Ergebnisse mit der gleichen Implantatbauweise. Obwohl die Anzahl der in diesen beiden Berichten ausgewerteten Implantate gering war, unterstützen sie das vorgegebene histologische Resultat.

© J Periodontol 2001;72:1276-1286



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