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Funktionale Oberfläche
Optimierung der Gewindeformparameter für das Implantatdesign

Strong JT, Misch CE, Bidez MW, Nalluri P.

ABSTRACT
In einem wurzelförmigen Dentalimplantat ist die funktionale Gewindeoberfläche als der Bereich definiert, der Druck- und Spannungsbelastungen (kein Schub) auf den Knochen abbauen kann und bei der Implantatplatzierung eine Anfangsstabilität bieten kann. Die funktionale Oberfläche ist der Teil der Implantatoberfläche, der für anfänglichen Osteoblastenkontakt mit der Implantatoberfläche sorgt. Die funktionale Oberfläche und die Dichte des Wirtsknochen bestimmen zusammen die biomechanische Lastverteilung des Implantats. Diese Untersuchung, die auf mathematischen Modellen beruht und durch Computermodelle validiert wurde, bestimmte die funktionale Oberfläche für drei Gewindeformen, die in Dentalimplantat-Designs zu finden waren: Dreieckgewinde, umgekehrtes Sägezahngewinde und das Rechteckgewinde. Die Ergebnisse dieser Untersuchung zeigen, dass man durch eine rechteckige Gewindeform eine wesentlich größere Funktionsoberfläche erhält und dass sich die Oberfläche durch unterschiedliche geometrische Parameter der Gewindeform, wie Neigungswinkel und Gewindetiefe, vergrößert.

© Compend Contin Educ Dent. 1998;19 (Sonderausgabe): 4 bis 9.


Mechanische Belastbarkeit
Der Einfluss der Sechskant-Geometrie und der Breite des prothetischen Tisches auf die statische und die Ermüdungsfestigkeit von Dentalimplantaten

Boggan RS, Strong JT, Misch CE, Bidez MW.

ABSTRACT
Komponentenfraktur und Lösung der Schrauben sind häufige Probleme bei modernen Dentalimplantaten. Diese Laboruntersuchung prüfte den Einfluss von Designfaktoren, wie Plattformdurchmesser, und Sechskanthöhe, auf mechanische Stabilität und Passgenauigkeit der Implantat-Abutment-Kontaktstelle. An auf der Knochendichte basierenden Implantaten mit einem Durchmesser von 4 und 5 mm wurden statische und Druck-Biegeversuche durchgeführt. Es wurde ebenfalls eine REM-Evaluierung der Implantat-Abutment-Kontaktstelle durchgeführt, um die Passgenauigkeit zwischen den gepaarten Komponenten zu ermitteln. Das Implantat mit 5 mm Durchmesser war sowohl unter statischer als auch unter Dauerbelastung stärker als die Implantate mit 4 mm Durchmesser Ein Vergleich der Ergebnisse, die in der Literatur veröffentlicht wurden, zeigt, dass beide Implantate bei identischer Testkonfiguration gleichwertig oder besser waren als alternative prothetische Verbindungen. Die Testergebnisse zeigten, dass Implantate mit großem Durchmesser die Wahrscheinlichkeit einer Komponentenfraktur bei modernen Dentalimplantatsystemen reduzieren können.

© J Prosthet Dent. Okt. 1999, 82 (4): 436 bis 440.


Kleine Durchmesser – Belastung bis zum Versagen
Auswirkung von Belastungen auf Standard-, kleine oder Miniimplantate:
Eine vergleichende Laborstudie

Allum SR, Tomlinson RA, Joshi R.

ABSTRACT

Ziele: Während bei Implantaten mit kleinem Durchmesser (≤3,5 mm) aufgrund eines erhöhten Risiko für einen Ermüdungsbruch unter klinischer Belastung zur Vorsicht geraten wurde, werden derzeit zahlreiche Implantate mit Durchmessern <3 mm für Zahnrekonstruktionen einschließlich fest sitzendem Zahnersatz angeboten. Es fehlen Berichte über Laborstudien und randomisierte, kontrollierte klinische Studien zur Demonstration der klinischen Wirksamkeit für Implantate mit kleinen Durchmessern. Diese Laboruntersuchung hatte zum Ziel, Vergleichsdaten über die mechanische Belastbarkeit einer Reihe von schmalen, kommerziell vermarkteten Implantaten zu liefern.

Material und Methodik: Implantate mit unterschiedlichen Designs wurden mit einer standardisiertem Versuchsanordnung, die der für standardisierte ISO-Labortests empfohlenen ähnelt, untersucht. Implantatkombinationen wurden in Acrylblöcken, die im Labor gegossene Kronen unterstützen, zusammengesetzt und einer ausmittigen Belastung von 30° auf einem LRX-Tensometer ausgesetzt. Die Outputdaten wurden fortlaufend mithilfe der Nexygen Software aufgezeichnet.

Ergebnisse: Die Last-Verschiebungs-Kurven zeigten eine gute Gruppierung der Proben für jedes Design mit elastischer Deformation bis zum Bruchpunkt und konnten so den maximalen Lastwert annähernd eingrenzen. Die maximalen Belastungen für Straumann-Implantate (Kontrollgruppe) betrugen 989 N (±107 N) für das 4,1 mm RN-Design und 619 N (±50 N) für das 3,3 mm RN-Implantat (ein Implantat mit bekanntem Frakturrisiko in der klinischen Praxis). Die Werte für Miniimplantate wurden mit 261 N (±31 N) für das HiTec Implantat mit 2,4 mm, 237 N (±37 N) für das Osteocare 2,8 mm Mini und 147 N (±25 N) für das Osteocare Mini-Design aufgezeichnet. Es wurden auch andere Implantat-Designs getestet. Schlussfolgerungen: Die Durchmesser der handelsüblichen getesteten Implantate zeigten eine starke Auswirkung auf deren Fähigkeit, Belastungen standzuhalten, während diejenigen mit weniger als 3 mm Durchmesser Ergebnisse erreichten, die signifikant unter einem Wert, der in der klinischen Praxis ein Frakturrisiko darstellt, lagen. Die Ergebnisse mahnen also zur Vorsicht, wenn die Anwendung von Implantaten mit einem Durchmesser von ≤ 3 mm erwogen wird. Standardisierte Prüfungen der Materialermüdung sind für alle handelsüblichen Implantate empfohlen.

Relevante Zitate:

  • Es existieren Berichte über Frakturen nach der klinischen Verwendung von gut dokumentierten Implantat-Designs. (Adell et al. 1981; Morgan et al. 1993; Rangert et al. 1995; Eckert et al. 2000)
  • Ein aktueller systematischer Review berichtete, dass Implantat-Frakturen zwischen 5 % und 20 % der während ihrer Verwendung verloren gegangenen Implantate ausmachen. (Ber glundh et al. 2002)
  • Mehrere Forscher haben schon früher auf das Risiko einer Ermüdungsfraktur von Implantaten mit kleineren Durchmessern, besonders an den Stellen mit hoher Belastung, hingewiesen. (Rangert et al. 1995; Polizzi et al. 1999; Ronouard & Rangert 1999; Eckert et al. 2000; Zinsli et al. 2004)

© Clin. Oral Impl. Res. May 2008, 19 (6):553 bis 559.


Tier
Oberflächenanalyse
Histomorphometrische Analyse des Knochen-Implantat-Kontakts nach 4 verschiedenen Oberflächenbehandlungen platziert im Unterkiefer eines Hunds

Novaes A.B., Souza S.L.S., de Oliveria P.T. und Souza A.M.M.S.


Ziel:
Die heute verfügbaren Implantatsysteme stehen für verschiedene Typen von Oberflächenbehandlungen, mit dem Ziel, den Kontakt zwischen Knochen und Implantat zu optimieren. In dieser Studie wurden 4 verschiedene Implantatoberflächen verglichen.


Material und Methodik:
Bei fünf jungen, ausgewachsenen Mischlingshunden wurden der erste, zweite, dritte und vierte Prämolar aus dem Unterkiefer entfernt. Neunzig Tage nach der Entfernung wurden vier 10 mm lange Schraubenimplantate (Paragon) mit 3,75 mm Durchmesser mit unterschiedlichen Oberflächenbehandlungen in den Unterkiefer eingesetzt. Die Hunde erhielten je zwei Implantate mit den folgenden Oberflächenbehandlungen: glatt (geschliffen), Titan-Plasma-Spray (TPS), Hydroxylapatit-Beschichtung und Sandgestrahlt mit löslichen Partikeln (SBM).


Die Implantate wurden neunzig Tage keiner Belastung ausgesetzt. Nach dieser Frist wurden die Hunde getötet. Die Kieferhalbbögen wurden extrahiert und histologisch verarbeitet, um nicht-entkalkte Schnitte zu erhalten. Für jedes Implantat wurden zwei tiefe Längsschnitte durchgeführt, die unter einem Lichtmikroskop analysiert wurden, das mit einem Computersystem zur Histomorphometrie verbunden war.


Ergebnisse:
Für den Prozentsatz des Knochen-Implantat-Kontaktes wurden folgende Mittelwerte ermittelt: geschliffen = 41,7 %, TPS = 48,9 %, HA = 57,9 % und SBM = 68,5 %.


Diskussion:
Die Mittelwerte für alle Behandlungen, die die Implantatoberfläche aufrauen, waren größer als der für die geschliffene Oberfläche. Der Unterschied war jedoch nur bei den Gruppen SBM und geschliffen (Tukey Test, P < 0,05) signifikant.


Schlussfolgerungen:
Die mit SBM behandelte Oberfläche wies bei diesem Modell nach 90 Tagen ohne Belastung einen größeren Knochen-Implantat-Kontakt, als die geschliffene Oberfläche.


© Int J Oral und Maxillofac Implantate 2002;17:377-383 Hinweis: SBM (Sandgestrahlt mit löslichen Partikeln) entspricht der RBT-Oberflächenbehandlung (Resorbable Blast Texturing) Beide Oberflächenbehandlungen werden von Bio-Coat in Southfield, Michigan, durchgeführt.


Gewindedesign
Auswirkungen der Implantat-Gewindegeometrie auf die Osseointegration und Widerstandsfähigkeit gegen ein Umkehrdrehmoment in Kaninchenschienbeinen

Jennifer Steigenga, Khalaf Al-Shammari, Carl Misch, Francisco H. Nociti Jr. und Hom-Lay Wang


Hintergrund:
Die Gewindegeometrie wurde als potenzieller Faktor in der Beeinflussung der Implantatstabilität des Prozentsatzes der Osseointegration vorgeschlagen. Deshalb war es das Ziel dieser prospektiven, randomisierten Parallelstudie, die Auswirkungen des Gewindedesigns bei Dentalimplantaten auf die Qualität und den prozentualen Anteil der Osseointegration sowie die Widerstandsfähigkeit gegen ein Umkehrdrehmoment in Kaninchenschienbeinen zu evaluieren.


Methodik:
Zweiundsiebzig individuell angepasste Implantate aus handelsüblichen Reintitan in Schraubenform (3,25 mm Durchmesser x 7 mm Länge) wurden in die Schienbeinknochen von 12 weißen Neuseelandkaninchen eingesetzt. Jeder Schienbeinknochen erhielt drei Implantate mit unterschiedlich geformten Gewinden: eins mit Dreieckgewinde, eins mit umgekehrtem Sägezahngewinde und eins mit Rechteckgewinde.


Die Kaninchen wurden nach einer Heilperiode von 12 Wochen ohne besondere Vorkommnisse getötet. Der Knochen-Implantat-Kontakt (BIC) der Implantate im rechten Schienbein und die Röntgendichte des umgebenden Knochen wurden histologischen und histomorphologischen Untersuchungen unterzogen, während die Implantate im linken Schienbein für Tests des Rückdrehmoments herangezogen wurden. Die Unterschiede zwischen den drei Gewindeformen wurden mithilfe der Varianzanalyse (ANOVA) untersucht.


Ergebnisse:
Die Daten zeigten, dass Implantate mit rechteckigem Gewindedesign im Vergleich zum Dreieckgewinde und umgekehrtem Sägezahngewinde signifikant mehr BIC und höhere Rückdrehmomente aufwiesen, während bei der Messung der röntgenologischen Knochendichte keine Unterschiede festgestellt werden konnten.


Schlussfolgerung:
Die Ergebnisse lassen darauf schließen, dass ein rechteckiges Gewindedesign für die Verwendung bei enossalen Dentalimplantatsystemen effektiver sein kann.


© J Periodontol 2004;75:1233-1241


Auswirkungen der Belastungszeit
Auswirkungen der Belastungszeit auf Osseointegration und Knochenneubildung um Dentalimplantate: histologische und histomorphometrische Studie bei Hunden

Ghanavati F., Shayegh S.S., Rahimi H., Sharifi D., Ghanavati F., Khalesseh N., Eslami B.

ABSTRACT
Hintergrund: Unmittelbare Belastung von Dentalimplantaten wurde als neue Methode zur Verringerung der Implantatbehandlungszeit ohne Gefährdung der Prognose eingeführt. Bei diesen Forschungsarbeiten wurden die Auswirkungen der Belastungszeit auf den Umfang des Knochen-Implantat-Kontaktes und die Knochenbildung um Dentalimplantate histologisch bewertet.

Methodik: Drei Monate vor der Implantation wurden bei 15 Hunden die vorderen Prämolare des Unterkiefers gezogen. An den verheilten Extraktionsstellen wurden bei jedem Hund (N = 48) drei oder vier Dentalimplantate eingesetzt. Die Hunde wurden in drei Gruppen eingeteilt und die Implantate wurden entweder 48 Stunden oder 1 Woche später mit metallischen oder vorgefertigten Acrylkronen belastet oder blieben bis zum Zeitpunkt der Tötung ohne Belastung. Drei Monate nach Einsetzen der Implantate wurden die Tiere getötet und Proben wurden untersucht, um das Ausmaß des Knochen-Implantat-Kontaktes, den Anteil der lamellären und Geflechtknochen sowie die lokale Entzündung neu gebildeter Knochen zu bestimmen.

Ergebnisse: Bei den drei Gruppen wurde hinsichtlich der untersuchten Kriterien kein signifikanter Unterschied festgestellt (P > 0,05). Die Gruppe ohne Belastung hatte jedoch das höchste Ausmaß an Knochen-Implantat-Kontakt und die Gruppe mit einer Belastung 48 Stunden nach der primären Implantatplatzierung hatte das geringste. Der Prothesentyp hatte keine signifikante Auswirkung auf die Erfolgsquote der Implantate (P > 0,05). Der Anteil der lamellären und Geflechtknochen bei den neu gebildeten Knochen wich bei den drei Gruppen nicht voneinander ab (P > 0,05). In jeder Gruppe der Studie ist ein Implantat fehlgeschlagen.

Schlussfolgerung: Die Belastungszeit scheint das Ausmaß der Osseointegration und des Knochen-Implantat-Kontakts sowie die Entstehung neu gebildeter Knochen um die Dentalimplantate nicht signifikant zu beeinflussen.

© J Periodontol 2006;77(10)1701-1707


Histologie
Vorläufige Evaluierung eines neuen Dentalimplantatdesigns in Hundemodellen

Bumgardner J.D., Boring J.G., Cooper R.C., Cheng G., Givaruangsawat S., Gilbert J.A., Misch C.M. und Steflik D.E.

Mathematische und In-vitro-Modelle haben gezeigt, dass ein neues Dentalimplantatdesign mit Rechteckgewinde die funktionale Oberfläche vergrößert und die Belastungsprofile bei zusammenhängenden Knochen verbessert. Ziel dieser Untersuchung war die Evaluation der histologischen Reaktion von Knochen auf Belastung in einem Hundemodell. Die Implantate wurden in die Unterkieferknochen von Beagles eingesetzt, nachdem im hinteren Teil des Kiefers eine teilweise Zahnlosigkeit herbeigeführt wurde.

Drei Monate nach der Implantierung erhielten die Tiere unabhängige, festsitzende Teilprothesen und wurden weitere sechs Monate beobachtet. Die histologische Analyse zeigte, dass jedes Implantat mit einem mittleren Anteil der Knochenkontaktlänge von 53,7 % osseointegriert wurde.

Eine interessante Beobachtung war die Bildung von mehr Knochen am unteren Teil des Rechteckgewindes und die lamellare Überbrückung der angrenzenden Gewinde. Diese Beobachtungen legen den Schluss nahe, dass die Rechtecksgewindegeometrie einen positiven Einfluss auf die Knochenneubildung und die schnelle Bildung stärkerer Lamellenknochen hat.

© Implant Dent 2000;9:252-260


Resorbably Blast Texturing (RBT)
Knochenreaktion auf geschliffene und Resorbable-Blast-Material-Titanimplantate: eine experimentelle Untersuchung an Kaninchen

Piattelli M., Scarano A., Paolantonio M., Iszzi G., Petrone G. und Piattelli A.

Ziel der vorliegenden Studie war der Vergleich der Knochenreaktion auf eine geschliffene Oberfläche und eine mit Hydroxylapatit-Partikeln und RBT sandgestrahlte Oberfläche. In dieser Studie wurden schraubenförmige Implantate aus Grad-3-Reintitan mit einer geschliffenen Gewindeoberfläche oder RBT-Oberfläche verwendet.

Es wurden 24 weiße, männliche Neuseelandkaninchen verwendet. Die Implantate wurden in das Oberschenkel-Kniegelenk gemäß einem zuvor beschriebenen Verfahren eingesetzt. Jedes Kaninchen erhielt 2 Implantate, 1 Test (RBT) und 1 Kontrollen (geschliffen). Es wurden insgesamt 48 Implantate eingesetzt (24 zur Kontrolle und 24 für den Test). Die Kaninchen wurden mit intramuskulär verabreichten Injektionen von Fluanison (0,7 mg pro kg Körpergewicht) und Diazepam (1,5 mg pro kg Körpergewicht) anästhesiert und mit 1 ml 2%-iger Lidocain/Adrenalin-Lösung örtlich betäubt.

Zwei Kaninchen starben postoperativ. Vier Tiere wurden nach 1, 2, 3 und 4 Wochen mit einer Überdosis von intravenös verabreichten Pentobarbital eingeschläfert, 6 Kaninchen wurden nach 8 Wochen eingeschläfert. Insgesamt wurden 44 Implantate entnommen. Die Proben wurden mit dem Precise 1 Automated System verarbeitet, um Dünnschliffe zu erhalten. Von jedem Implantat konnten insgesamt 3 Präparate gewonnen werden.

Die Präparate wurden mit Säure und Fuchsin sowie Toluidinblau eingefärbt. Die Präparate wurden in regulärem Durchlicht unter einem Leitz Laborlux-Mikroskop beobachtet und es wurde eine histomorphometrische Analyse durchgeführt. Bei den geschliffenen Implantaten konnten in der Nähe der Implantatoberfläche mit kleinem Vergrößerungsfaktor Knochentrabekel erkannt werden. Bei stärkerer Vergrößerung konnten zahlreiche aktiv sekretierende, mit alkalischer Phosphatase positiv (ALP+) reagierende Osteoblasten erkannt werden. In vielen Bereichen lag eine noch nicht mineralisierte Matrix vor.

Nach 4 bis 8 Wochen bildete sich reifer Knochen, der Direktkontakt mit der Implantatoberfläche hatte, aber in vielen Bereichen lag eine noch nicht mineralisierte Matrix zwischen dem mineralisierten Knochen und der Implantatoberfläche. Bei den RBT-Implantaten und bei direktem Kontakt mit der Implantatoberfläche waren viele ALP+-Osteoblasten vorhanden. In anderen Bereichen im Umkreis des Implantates konnte die Bildung von Osteoidmatrix direkt auf der Implantatoberfläche beobachtet werden. Es muss betont werden, dass diese Ergebnisse in einer passiven Situation ohne Belastungen erzielt wurden.

© J Oral Implantol 2002;28:2-8


Mensch
Zukünftige, große Population
Ein Implantatsystem auf Knochenbasis: prothetische Belastung im ersten Jahr

Misch CE, Dietsh-Misch F, Hoar J, Beck G, Hazen R, Misch CM.

ABSTRACT
Dieser Bericht stellt die Daten einer prospektiven Studie über ein Implantatsystem vor, das auf der Knochenqualität beruht. Die Erfolgsrate des chirurgischen Eingriffs betrug 99,4 % bei 975 Implantaten und 100 % beim D4-Knochen. Bezüglich des Knochenverlustes konnten drei kritische Phasen ermittelt werden: Knochenremodellierung bei der Operation zwischen Stadium I und Stadium II, Freilegung bei Stadium II bis zur Bereitstellung der Prothese (Übergangsperiode) und von der Prothesenbereitstellung bis zu einem Jahr mit Belastung (Knochenverlust aufgrund früher Belastung). Die Freilegung des bei der Remodellierung des krestalen Knochen beim Übergang von Stadium I zu Stadium II führte zu einem durchschnittlichen vertikalen Knochenverlust von 0,021 mm bis zu 0,36 mm (Standardabweichung = 0,90 mm), abhängig davon, ob das Implantat während der Heilung des Knochen der Mundhöhle ausgesetzt war. Bei den vier Implantatdesigns, den Implantatdurchmessern, der Knochendichte und der betroffenen Stelle konnte kein statistisch relevanter Unterschied gefunden werden. Der durchschnittliche Verlust des vertikalen Knochens bei Stadium II, von der Freilegung bis zur Bereitstellung der Prothese, bewegte sich im Bereich von 0,12 mm bis 0,20 mm. Einhundertdrei Patienten wurden in ununterbrochener Reihenfolge geheilt, wobei 360 Implantate und 105 Prothesen für eine Dauer von 12 bis 26 Monaten eingesetzt wurden. Es trat kein Implantatverlust infolge einer frühen Belastung auf. Der durchschnittliche frühe Knochenverlust wegen Belastung betrug 0,29 mm (SD = 0,99 mm). Frühere klinische Berichte sagen aus, dass die meisten Ausfälle oder Verluste des krestalen Knochens bis zum Ende des ersten Jahres mit Belastung auftreten. Die Studie legt nahe, dass ein Dentalimplantatdesign, das auf der Knochenqualität beruht, Totalausfälle und Verlust des krestalen Knochens ungeachtet der Knochendichte minimiert.

© J Oral Implantol 1999;25(3):185-197


Einzelzahnersatz, Langzeitstudie
Posteriores Einzelzahnimplantat und Status der angrenzenden Zähne während eines Zeitraums von 10 Jahren: Ein retrospektiver Bericht

Misch CE, Misch-Dietsh F, Silc J, Barboza E, Cianciola EJ, Kazor C.

ABSTRACT
Hintergrund: Ziel dieser Fallserienstudie war die Untersuchung des Überlebens eines posterior gelegenem Einzelzahnimplantats und der langfristige Zustand der angrenzenden Zähne.

Methodik: Eine retrospektive Evaluation von 1.162 konsekutiven Patienten mit einem fehlenden posterioren Einzelzahn, der mit 1.377 Außensechskant-Implantaten zur Unterstützung von 1.365 Erneuerungen, umgeben von natürlichen Zähnen, während einer Dauer von 1 bis 10 Jahren behandelt wurde, wurde von vier Privatpraxen überprüft. Die Daten zum Implantat-Überleben wurden zwischen Stadium I und Stadium II der Heilung, zwischen Stadium II und der Protheseneinbringung und zwischen der Protheseneinbringung und der Nachuntersuchung nach bis zu 10 Jahren gesammelt. Der langfristige Zustand der angrenzenden Zähne wurde untersucht, einschließlich Verfall, endodontischer Behandlung (RCT) und/oder Zahnentfernung während des Beobachtungszeitraums.

Ergebnisse: Bei den 1.377 eingesetzten Implantaten kam es zu 11 chirurgischen Versagen zwischen Stadium I und Stadium II der Heilung. Zwischen Stadium II und der Protheseneinbringung kam es zu einem Versagen. Während der Prothesen-Phase kam es zu zwei Fällen von Implantatversagen. Die chirurgische Erfolgsrate betrug 99,2 %, während die Gesamtüberlebensrate 98,9 % betrug bei durchschnittlich 61 Monaten Follow-up (im Bereich von 12 bis 125 Monaten). Insgesamt wurden im Rahmen der Studie 2.589 angrenzende Zähne nachverfolgt. Während dieser Zeitspanne wurde kein einziger natürlicher Zahn verloren. Bei 129 angrenzenden Zähnen entwickelte sich interdentaler Verfall (5 %), und neun angrenzende Zähne benötigten als Folge von Verfall oder Restauration eine RCT (0,4 %)

Schlussfolgerungen: Der Einsatz von Einzelzahnimplantaten als Ersatz für fehlende posteriore Zähne ist eine langfristig funktionsfähige Behandlung. Komplikationen der benachbarten Zähne sind für einen Zeitraum von 10 Jahren nach der Implantateinsetzung minimal.

© J Periodontol. Dez. 2008, 79(12):2378-2382.


Prospektiv, multizentrisch
Eine prospektive, multizentrische klinische Untersuchung eines Dentalimplantatsystems auf Grundlage der Knochenqualität

Kline R, Hoar JE, Beck GH, Hazen R, Resnik RR & Crawford EA


Dieser Artikel berichtet über die Ergebnisse einer unabhängig überprüften, prospektiven, multizentrischen klinischen Studie zu Implantatdesign auf Grundlage von Knochenqualität nach fünf Jahren. An sechs Studienzentren wurden in 151 Fällen 495 Implantate platziert mit einem durchschnittlichen Beobachtungszeitraum von 1,6 Jahren (im Bereich von 1,0 bis 3,6 Jahren) im Anschluss an die Bereitstellung der Prothese.


Die Mehrzahl der eingesetzten Implantate waren D2- oder D3-Implantate zur Unterstützung von festsitzenden Teilprothesen oder von implantatgestützten Deckprothesen. Bei Anwendung strenger Erfolgskriterien gab es drei Fälle von Implantatversagen, was eine kumulative Erfolgsquote von 99,5 % nach der Kaplan-Meier-Analyse der Überlebenszeit bedeutet.


Die Röntgenanalyse ergab einen mittleren Knochenverlust von 0,06 mm nach einem Jahr und einen Knochengewinn von 0.04 mm in den ersten zwei Jahren nach Belastung der Prothese. Es gab keine statistischen Unterschiede bei den Ergebnissen nach Zentrum, Implantattyp, Knochendichte, Stelle im Mund oder Prothesentyp. Die Ergebnisse dieser fünfjährigen Studie zeigten unabhängig von der Knochenqualität eine hohe Erfolgsquote und begrenzten Knochenverlust bei allen Stellen im Mund.


© Implant Dent 2002;11:224-234


Unmittelbare Platzierung
Retrospektive Multizentrum-Analyse der unmittelbaren Versorgung mit Provisorien anhand von One-Piece-Implantaten mit kleinem Durchmesser (3,0 mm)

Dong-Seok Sohn, Min-Su Bae, Jeong-Uk Heo, Jun-Sub Park, Sun-Hae Yea, Georgios E. Romanos

ABSTRACT
Ziel: Das Ziel dieser retrospektiven Analyse war es, über die klinischen Ergebnisse der unmittelbaren Versorgung mit Provisorien unter Verwendung von einteiligen Implantaten mit geringem Durchmesser zu berichten.

Material und Methodik: Die zahnmedizinischen Daten von Patienten, die Implantate mit geringem Durchmesser erhalten hatten, wurden überprüft. Einteilige Implantate mit geringem Durchmesser (3,0 mm) wurden als Stütze für Restaurationen von oberen seitlichen Schneidezähnen und unteren Schneidezähnen verwendet. Alle Implantate wurden in einem einstufigem Verfahren nach dem vom Hersteller empfohlenen Protokoll eingesetzt und die provisorischen Restaurationen wurden sofort platziert. Im Anschluss an einen durchschnittlichen Heilungszeitraum von 3 Monaten im Unterkiefer und von 5 Monaten im Oberkiefer wurden die endgültigen Prothesen angefertigt. Die Überlebensrate der Implantate wurde analysiert und eine röntgenologische Auswertung wurde durchgeführt.

Ergebnisse: Sechsunddreißig Patienten (20 Männer und 16 Frauen), im Alter von 42 bis 72 Jahren (Durchschnittsalter von 53 Jahren), wurden mit 62 einstufigen Implantaten mit geringem Durchmesser behandelt. Nach einer Frist von bis zu 33 Monaten (im Mittel 23 ± 4,3 Monate) wurde eine Erfolgsquote von 100 % beobachtet. Von diesen wurden 8 Implantate an den Positionen der oberen seitlichen Schneidezähne und 54 Implantate im Bereich der unteren Schneidezähne eingesetzt. Vierundvierzig Implantate stützten festsitzende Teilprothesen und 18 Implantate stützten Einzelkronen. Die Mehrheit der Implantate wies eine Länge von 15 mm auf. Der mittlere marginale Knochenverlust beim Follow-up nach 12 Monaten betrug 0,53 ± 0,37 mm (Bereich von 0 bis 1,4 mm).

Schlussfolgerungen: Die bei der retrospektiven Analyse ermittelten Ergebnisse legen den Schluss nahe, dass das einteilige Implantat mit geringem Durchmesser zuverlässig fehlende obere seitliche Schneidezähne und untere Schneidezähne mit geringen Zahnzwischenräumen und geringen Abständen zu Lippen und Zunge restauriert.

© Int J Oral Maxillofac Implants. 2011 Jan. und Feb. 26(1): 163 bis 8.


Unmittelbare Platzierung
Klinische Wirksamkeit von 3-mm-Implantaten in Bereichen mit geringen Abständen

Reddy M.S., O'Neal S.J., Haigh S., Aponte-Wesson R., Geurs N.C.


Ziel:
Ziel dieser Studie war die Feststellung der Veränderungen an den Papillen der Zahnzwischenräume, des Alveolarknochenverlustes, der Ästhetik und des ersten Heilungserfolgs, wenn einteilige Implantate mit schmalem Durchmesser in Bereichen mit begrenzten Zahnzwischenräumen unmittelbar belastet werden.


Material und Methodik:
Bei 17 Patienten wurden 31 Implantate eingesetzt. Bei jeder Untersuchung in der Klinik wurden Digitalfotografien erstellt, um die Heilung des Weichgewebes zu beurteilen. Die interdentale Weichgewebefüllung des Zahnzwischenraums wurde mit einem modifizierten Jemt-Index ermittelt. Standardisierte Röntgenbilder wurden zu Beginn (Implantatplatzierung) und während der Heilung (6 und 12 Monate postoperativ) erstellt. Die röntgenologische Knochenhöhe wurde von einer konstanten Position auf dem Implantat gemessen. Um statistische Unterschiede der Knochenhöhe zu bestimmen, wurde ein einseitiger T-Test durchgeführt.


Ergebnisse:
Ein Implantat war klinisch mobil und wurde entfernt, woraus sich eine Gesamterfolgsrate von 96,7 % ergab. Die mittlere Knochenhöhe am Tag der Platzierung und Restauration betrug 2,33 ± 0,73 mm über dem ersten Gewinde. Die mittlere Knochenhöhe 6 und 12 Monate nach der Restauration betrug 1,75 ± 0,78 bzw. 1,63 ± 0,81 mm. Während der ersten sechs Monate trat ein signifikanter Verlust der Knochenstütze ein (0,58 mm; p< 0,01) ohne anschließende signifikante Progression (0,12 mm; NS). Bei 92 % der Behandlungsstellen am seitlichen Oberkiefer und bei 60 % der unteren Schneidezähne wurde eine komplette Füllung der Papillen festgestellt.


Diskussion und Schlussfolgerung:
Die Verwendung von unmittelbar belasteten einteiligen Implantaten mit geringem Durchmesser scheint für Bereiche mit geringen Abständen eine effektive prothetische Behandlungsmethode zu sein.


© Int J Oral Maxillofac Implants. März-April 2008;23(2):281-288


Sofortbelastung
Histologische und histomorphometrische Befunde von entnommenen, unmittelbar okklusal belasteten Implantaten bei Menschen

George E. Romanos, Tiziano Testori, Marco Degidi und Adriano Piattelli


Hintergrund:
Das Konzept der Behandlung mit unmittelbarer Belastung kann in der Dental-Implantologie erfolgreich angewendet werden. Knochenzellen migrieren zur Implantatoberfläche und verbinden sich dort fest mit der Titanoberfläche. Wenn die Implantate nach dem Eingriff sofort belastet werden, besteht eine hohe langfristige Erfolgsquote der implantatgestützten Rekonstruktion.


Wie in histologischen Beobachtungen in verschiedenen Tierstudien gezeigt, kann die Kontaktstelle von unmittelbar belasteten Implantaten eine direkte Knochen-Implantat-Verbindung ohne Bildung von Fasergewebe aufweisen. Die Bildung reifer Knochen hängt von der Belastungsdauer ab. Ziel dieser Studie war es, eine histologische Analyse entnommener, klinisch stabiler, unmittelbar belasteter Implantate mit verschiedenen Implantat-Designs und -Oberflächen zu demonstrieren. Für die verwendeten Implantatsysteme wurde eine objektive Demonstration der Knochen-Implantat-Kontaktstelle vorgeführt.


Methodik:
Insgesamt wurden 29 Implantate [N. BioHorizons = 6] mit verschiedenen Implantat-Designs und -Oberflächen von Patienten entnommen, die mit Implantaten unter Verwendung eines Behandlungsprotokolls mit unmittelbarer Belastung behandelt wurden und bei denen noch am selben Tag nach der Operation festsitzender Zahnersatz platziert wurde. Der Belastungszeitraum betrug zwischen 2 und 10 Monaten. Die Knochen-Implantat-Kontaktstelle wurde histologisch und histomorphometrisch untersucht.


Ergebnisse:
In den untersuchten entnommenen Implantaten konnte ein hoher Knochen-zu-Implantat-Anteil von 66,8 % (±8,9 %) [BioHorizons BIC % = 80,6 %] nachgewiesen werden. Im krestalen Teil der Implantate war eine marginale Knochenresorption zu beobachten.


Schlussfolgerung:
Nach der vorliegenden histologischen und histomorphometrischen Bewertung der entnommenen, klinisch stabilen Implantate kann die unmittelbare okklusale Belastung bei Menschen ein hohes Maß an Knochen-Implantat-Kontakt erreichen.


© J Periodontol 2005; 76:1823-1832


Sofortbelastung
Unmittelbare funktionale und nicht-funktionale Belastung von Dentalimplantaten: eine Nachuntersuchung nach 2 bis 60 Monaten

Degidi M. und Piattelli A.


Hintergrund:
Ziel dieser Studie war die klinische Beurteilung von Implantaten, die einer unmittelbaren funktionalen Belastung (FL) und einer unmittelbaren nicht-funktionalen Belastung (NFL) unter verschiedenen anatomischen Konfigurationen ausgesetzt waren.


Methodik:
An der Studie nahmen 152 Patienten teil, die eine Einverständniserklärung erteilt hatten. Es wurden insgesamt 646 Implantate [N. BioHorizons = 242] eingesetzt. Die Implantate wurden in 39 komplett zahnlose Unterkiefer, 14 zahnlose Oberkiefer, 23 zahnlose posteriore Unterkiefer, 16 zahnlose anteriore Unterkiefer, 16 zahnlose anteriore Oberkiefer und 15 zahnlose posteriore Oberkiefer eingesetzt. Achtundfünfzig Implantate wurden verwendet, um fehlende Einzelzähne zu ersetzen. In 65 Fällen wurde bei 422 Implantaten eine IFL durchgeführt. Eine INFL wurde in 116 Fällen durchgeführt (224 Implantate).


Ergebnisse:
In der IFL-Gruppe versagten 6 von 422 Implantaten (1,4 %) [N. BioHorizons = 0/0 %]; in der INFL-Gruppe versagten 2 von 224 Implantaten (0,9 %) [N. BioHorizons = 0/0 %]. Alle anderen Implantate schienen von einem klinischen und röntgenologischen Standpunkt aus erfolgreich osseointegriert und funktionieren seit der Einsetzung zufriedenstellend. Alle Verluste waren in den ersten Monaten nach der Implantatbelastung zu beobachten.


Schlussfolgerung:
Unmittelbare funktionale und nicht-funktionale Belastung scheint ein Verfahren zu sein, das bei ausgewählten Fällen zu zufriedenstellenden Ergebnissen führt.


© J Periodontol 2003;74:225-241


Sofortbelastung
Fünfjährige Studie über unmittelbare/frühe Belastung von festen Prothesen in zahnlosen Kiefern mit einem auf der Knochenqualität basierenden Implantatsystem

Misch CE & Degidi M


Hintergrund:
In den letzten 5 Jahren hat das Konzept der Sofortbelastung wurzelförmiger Implantate für fest sitzenden Zahnersatz steigendes Interesse erfahren. Verschiedene Autoren haben sich zu den Parametern, die die Ergebnisse beeinflussen könnten, einschließlich Anzahl und Länge der Implantate, Knochendichte und Patientenverhalten geäußert. Der Auslöser für ein Knochenremodelling im Umfeld eines Implantats kann sich aufgrund eines chirurgischen Traumas bei der Einsetzung oder dem mechanischen Umfeld der Belastung an der Kontaktstelle ergeben.


Beim klassischen zweistufigen Ansatz, waren dies zwei Behandlungsschritte, zwischen denen 3 bis 6 Monate lagen. Die Sofortbelastung komprimiert diesen Zeitrahmen. Die zwei treibenden Mechanismen für die Knochenwiederherstellung laufen parallel zueinander ab. Ein wissenschaftlicher Ansatz zur Entwicklung der Kontaktstelle besteht darin, die Knochenheilungsreaktion des Traumas (Geflechtknochenbildung zur Wiederherstellung) und die Reaktion auf die mechanische Belastung (reaktive Geflechtknochenbildung) aneinander anzupassen, sodass die Summe dieser beiden Entitäten nicht zur Bildung von Fasergewebe und zur klinischen Mobilität des Implantats führt.


Ziel:
Zweck dieses Artikels ist es, eine wissenschaftliche Rationale dieser Aussagen zu liefern und sie auf die Physiologie und die Biomechanik der Knochen abzustimmen. Material und Methodik: Ergebnisse früherer Berichte in der Literatur wurden gesichtet und zusammengefasst, um eine Basis für eine prospektive Studie, die ein Implantatsystem auf Grundlage von Knochenqualität verwendet (Maestro, BioHorizons Implant Systems, Inc., Birmingham, AL, USA), zu erhalten.


Entweder am Tag des chirurgischen Eingriffs oder innerhalb von 2 Wochen wurde bei 30 Patienten an 31 Zahnbögen ein Provisorium eingebracht. Insgesamt wurden 244 Implantate verwendet, um diese Restaurationen zu stützen, was einem Durchschnitt von 7,8 Implantaten pro Prothese entspricht. Nach 4 bis 7 Monaten wurden die endgültigen Restaurationen hergestellt. Ein Jahr, nachdem die endgültige Restauration belastet wurde, betrug die Überlebensrate der Implantate 100 %. Auch die 31 Restaurationen wiesen innerhalb dieses Zeitrahmens eine Überlebensrate von 100 % auf. Dieser Bericht präsentiert diese Implantate und Restaurationen über einen Zeitraum von 1 bis 5 Jahren, mit einem durchschnittlichen Beobachtungszeitraum von 2,6 Jahren.


Ergebnisse:
Der Knochenverlust von der Einsetzung des Implantats bis zur endgültigen Bereitstellung der Prothese betrug durchschnittlich 0,7 mm. Der Knochenverlust im ersten Jahr nach der endgültigen Bereitstellung der Prothese betrug durchschnittlich 0,07 mm. Nach dem ersten Jahr konnte ein leichtes Knochenwachstum beobachtet werden, aber im Allgemeinen war im verbleibenden Bewertungszeitraum kein Wachstum zu beobachten.


Schlussfolgerungen:
Im vorliegenden Bericht trat kein Implantatverlust auf, und die Werte für krestalen Knochenverlust waren ähnlich oder geringer als die, die beim vorbehaltlichen zweistufigen Ansatz berichtet wurden. Dies kann mit der Anzahl und der Position der Implantate, dem Implantatdesign und/oder der Oberflächenbeschaffenheit sowie der Implantatbelastung in Zusammenhang stehen.


© Clin Implant Dent Relat Res 2003;5:17-28


Sofortbelastung
Vergleich einer unmittelbaren funktionalen und nicht-funktionalen Belastung für traditionelle Heilungszeiträume: Ein 5-jähriges Follow-up bei 550 Dentalimplantaten

Degidi M, Iezzi G, Perrotti V, Piattelli A.

ABSTRACT
Hintergrund: Klinische, röntgenologische und histologische Untersuchungen haben gezeigt, dass bei unmittelbar belasteten Implantaten an der Kontaktstelle mineralisiertes Gewebe auftritt.

Ziel: Ziel dieser Studie war es, unter Verwendung eines Implantats mit rechteckigem Gewindedesign ein Verfahren mit unmittelbarer Belastung mit einem zweistufigen Verfahren zu vergleichen.

Material und Methodik: Einhundertfünfundfünfzig konsekutive Patienten (71 Männer, 84 Frauen) im Alter zwischen 18 und 78 Jahren (im Mittel: 54 Jahre) nahmen an dieser Studie teil. Es wurden insgesamt 550 Implantae (Maestro; BioHorizons, Birmingham, AL, USA) eingesetzt. In Gruppe A wurden 264 Implantate bei 82 Patienten eingesetzt mit unmittelbarer funktionaler Belastung mit okklusalem Kontakt, falls die Patienten komplett zahnlos waren, oder mit unmittelbarer nicht-funktionaler Belastung ohne okklusalem Kontakt, falls die Patienten teilweise zahnlos waren. Bei Gruppe B wurden 286 Implantate bei 73 Patienten mit einem einstufigen oder zweistufigen chirurgischen Eingriff eingesetzt. Alle Patienten wurden postoperativ 5 Jahre nachverfolgt.

Ergebnisse: Bei der Gruppe mit unmittelbar belasteten Implantaten versagten drei Implantate aus dem Bereich des hinteren Unterkiefers bei einer Erfolgsquote von insgesamt 98,8 % für 5 Jahre. In der Kontrollgruppe versagte kein Implantat bei einer Erfolgsquote von 100 % für 5 Jahr. Bei den zwei Gruppen konnten keine statistisch signifikanten Unterschiede bei den Erfolgsquoten festgestellt werden.

Diskussion: Auch in unserer Versuchsreihe für die unmittelbar belasteten Implantate war die Erfolgsquote sehr hoch. Alle drei Implantate, die versagten, stammen vom selben Patienten, dessen Mundhygiene nach einer Belastungszeit von 5 Jahren mangelhaft war. Diese Daten legen von einem klinischen Standpunkt aus den Schluss nahe, dass eine verkürzte Heilungsperiode zur Entwicklung und Pflege mineralisierten Gewebes an der Kontaktstelle zu den Dentalimplantaten über einen längeren Zeitraum hinweg (5 Jahre) kompatibel ist.

Schlussfolgerung: Von einem klinischen Standpunkt aus kann geschlossen werden, dass kürzere Heilungszeiträume höchst zufriedenstellend sein können.

© Int J Oral Maxillofac Implants. 2011 Jan. und Feb. 26(1): 163 bis 8.


Sofortbelastung
Fünf-Jahres-Ergebnis von 111 unmittelbaren nicht-funktionalen Restaurationen

Marco Degidi, Adriano Piattelli, Peter Gehrke, Pietro Felice und Francesco Carinci


Sofortbelastung ist ein chirurgisch-prothetisches Verfahren, das in der Dental-Implantologie vielfach eingesetzt wird. Trotz der häufigen Verwendung ist nur wenig Datenmaterial über die langfristige klinische Erfolgsrate der sofortigen funktionalen Belastung (IFL) und der sofortigen nichtfunktionalen Belastung (INFL) von Implantaten verfügbar. Das Ziel dieser Studie war, das langfristige Überleben und den Knochenverlust bei der Restauration von sofortigen nichtfunktionalen Einzelimplantaten bei einer Gruppe von Patienten zu ermitteln, die 5 Jahre lang beobachtet wurden.


Einhundertelf Patienten (41,4 % Männer) mit einem Durchschnittsalter von 40 Jahren haben an dieser Studie teilgenommen. Insgesamt wurden 111 Implantate eingesetzt. Alle Implantate wurden mit einem Minimum-Eindrehmoment von 25 Ncm platziert. Ein Provisorium wurde 1 bis 2 Stunden später mit Acrylharz unterfüttert, angepasst, poliert und zementiert oder verschraubt. Okklusaler Kontakt wurde bei zentrischen und lateralen Bewegungen vermieden.


Nach dem Platzieren der provisorischen Krone wurde mithilfe einer maßgeschneiderten Rinn-Haltevorrichtung eine periapikale Röntgenaufnahme erstellt. Die Daten wurden mithilfe der Kaplan-Meier-Methode und von Tabellenalgorithmen analysiert. Die Stratifikation der Implantaterfolgsrate wurde für die zur Verfügung stehenden Variablen von Interesse durchgeführt und die Vergleichsdaten wurden anhand eines Log-Rank-Tests analysiert.


Die untersuchten Parameter waren die Zeit der Implantatplatzierung, Knochenqualität, Implantationsstelle, Implantatdurchmesser und -länge sowie die Art der Implantat-Oberflächenveredelung. Die Parameter für die Gesamterfolgsrate wurden durch eine Knochenresorption von <1,5 mm nach dem ersten Jahr der Belastung und von anschließend <0,2 mm definiert. Während der 5-jährigen Nachuntersuchungsphase wurde eine Erfolgsrate von 95,5 % beobachtet. Alle Ausfälle traten innerhalb von 4 Monaten nach der Implantatbelastung auf.


Es wurden statistisch signifikante Unterschiede in Bezug auf geheilte Implantatstellen gegenüber Implantatstellen nach der Extraktion (100 % und 92,5 %, P = 0,05) und in Bezug auf die Art der Knochen festgestellt (D1 gegenüber D4 ergab 100 % und 95,5 %, P < 0,05). Keine Unterschiede konnten festgestellt werden für: (1) Stelle (100 % für den Unterkiefer und 94,6 % für den Oberkiefer, P = 0,319); (2) Implantatdurchmesser (Erfolgsrate von 97,26 % für <4,5-mm-Durchmesser und 92,11 % für >4,5-mm-Durchmesser, P = 0,206); (3) Implantatlänge (Erfolgsrate von 96,97 % für Implantate mit einer Länge von >13 mm und 94,87 % für Implantate mit einer Länge von <13 mm, P = 0,624); und (4) Art der Implantatoberflächenveredelung (Erfolgsrate von 94,03 % für 67 Fälle gestrahlter und geätzter Oberflächen und einer Verlustrate von 4 von 5 und 94,12 % für 17 Fälle von hydroxylapatit(HA)-beschichteten Oberflächen mit einer Verlustrate von nur 1).


Die Erfolgsrate (definiert als Knochenresorption von <1,5 mm nach dem ersten Jahr der Belastung und von anschließend <0,2 mm) betrug 97,2 %. Die sofortige nonokklusale Belastung von einzelnen Implantaten ist ein zuverlässiges chirurgisch-prothetisches Verfahren mit einer niedrigen Implantat-Verlustrate und einer geringen Häufigkeit des periimplantären Knochenabbaus im Lauf der Zeit.


© J Oral Implantol 2006;32:43-51


Sofortbelastung
Syncrystallization: eine Technik für die provisorische Versorgung mit sofort belasteten Implantaten aus metallverstärktem Acrylharz

Marco Degidi, Peter Gehrke, Andre Spanel und Adriano Piattelli

Hintergrund:
Starre Provisorien sind inzwischen dafür bekannt, signifikanten Einfluss auf die periimplantäre Reaktion von Gewebe bei der sofortigen Implantatbelastung zu haben, da sie die mechanische Belastung reduzieren, die auf jedes Implantat ausgeübt wird.

Ziel:
Ein erfolgreiches Verfahren zur Sofortbelastung von mehreren Implantaten hängt von einer ausreichenden Fixierung und Unbeweglichkeit der Implantate ab, um das Risiko von Mikrobewegungen in Bezug auf den umgebenden Knochen zu verhindern. Das Ziel dieses Artikels war es, ein prothetisches Konzept für eine beschleunigte starre Schienung von mehreren Implantaten für die am selben Tag erfolgende sofortige Belastung mit metallverstärkten Provisorien unter Verwendung einer Schweißtechnik für temporäre Implantat-Abutments mit einer vorgefertigten Titanschiene direkt in der Mundhöhle zu bewerten (Syncrystallization).

Material und Methodik:
Zwischen Juni 2004 und Januar 2005 wurde die Sofortbelastung von Schraubimplantaten mit einem metallverstärkten Acrylharz-Provisorium im chirurgischen Stadium 1 bei 40 konsekutiven Patienten ausgewertet. Insgesamt 192 Implantate wurden bei ausgewählten zahnlosen oder teilweise zahnlosen Patienten unter Anwendung der Syncrystallization-Technik platziert.


Sobald die Titanschiene intraoral mit den Abutments verschweißt war, wurde Opaque aufgetragen und die provisorische Versorgung wurde am selben Tag unterfüttert und verschraubt. Darüber hinaus wurde ein Vergleich von Verformungen und Spannungsverteilungen bei implantatgetragenen, metallverstärkten und nicht metallverstärkten Kunstharz-Provisorien in zahnlosen Unterkiefern anhand eines dreidimensionalen Finite-Elemente-Modells (FEM) analysiert.

Ergebnisse:
Bei allen der 192 starren, provisorischen, sofort belasteten Implantaten trag eine Osseointegration ein. Es wurde eine Erfolgsrate von 100% über einen Zeitraum von 6 Monaten nach der Implantatplatzierung erreicht. Während der Beobachtungszeit traten keine Brüche oder Ausfälle des Befestigungszements des Provisoriums auf. Im Vergleich zu einfachen Acryl-Suprakonstruktionen wurde durch die FEM-Analyse eine signifikante Reduktion der Verformung und Überbeanspruchung bei metallverstärkten Provisorien nachgewiesen.

Schlussfolgerung:
Die Ergebnisse dieser Studie deuten darauf hin, dass die Syncrystallization-Technik eine beschleunigte und angemessen starre Schienung von mehreren sofort belasteten Implantaten zulässt. Die Vorteile dieser Technik sind:


  1. Reduzierung der Behandlungszeit für sofortige Provisorien im chirurgischen Stadium 1
  2. vorhersehbare Fixierung und Unbeweglichkeit der Implantate in den frühen Phasen der Knochenheilung
  3. weniger Zeitaufwand für die Reparatur von Provisorien als Folge von nicht oder selten auftretenden Brüchen

© Clin Implant Dent Relat Res 2006;8:123-134


Posteriorer Oberkiefer
Endossale Implantate im zahnlosen Oberkiefer: ein argumentativer klinischer Bericht

Misch C.E., Poitras Y. und Dietsh F.


Die posteriore Oberkieferregion des Mundes bietet zwar mehr Bisskraft als die Oberkieferfrontzähne, aber oft auch die geringste Knochendichte. Ein biomechanischer Ansatz, oft durchgeführt, um Risikofaktoren zu minimieren, die an Stellen mit hoher Belastung oder geringer Knochendichte auftreten, ist die Vergrößerung der Implantatoberfläche. Die meisten Hersteller bieten Implantate in verschiedenen Längen an.


Bei einem Sinuslift können längere Implantate verwendet werden. Die Finite-Elemente-Analyse unterstützt jedoch die Hypothese, dass die Implantatlänge hinsichtlich der Verteilung von Belastung nur eine sekundäre Rolle spielt. Eine weitere erfolgsversprechende Vorgehensweise zur Verbesserung der Implantatoberfläche im Seitenzahnbereich, ist die Vergrößerung des Implantatdurchmessers. Wenn allerdings herkömmliche Konstruktionen und Durchmesser verwendet werden, vergrößert dies die Oberfläche nur um 30 %, während sich die Bisskraft im Seitenzahnbereich jedoch um mehr als 300 % erhöht.


Eine Änderung des Implantatdurchmessers und Gewindedesigns (z. B. BioHorizons Implant System, Inc.) kann die Oberfläche um mehr als 300 % vergrößern. Dieser klinische Bericht zeigt, dass die chirurgische Erfolgsquote bei Implantaten im posterioren Oberkiefer bei 99,4 % liegt, wenn das auf der Knochenqualität basierende Implantatsystem von BioHorizons Anwendung findet. Darüber hinaus gab es keine frühen Ausfälle unter Belastung und kein Versagen von Prothesen.


Krestaler Knochenverlust während der frühen Belastung lag bei durchschnittlich 0,71 mm oder weniger, abhängig von der Anwendung einer einstufigen oder zweistufigen chirurgischen Methode. Die Vergrößerung der Oberfläche dieser Konstruktion kann, zusammen mit dem dazugehörigen Druckbelastungsgewinde, in der Tat verantwortlich für den Rückgang des Implantatverlusts bei einer frühen Belastung sein und auch zu einem Rückgang der Belastung krestaler Knochen führen, was zu einer Verringerung des krestalen Knochenverlusts beitragen kann.


© Oral Health 2000;8:7-15


Interne Verbindung
Beständigkeit und Erfolg von BioHorizons®-Implantaten: Eine retrospektive Studie mit Folgeuntersuchung nach 5 Jahren

B. Sezer, T. Gunbay, M. Güngör, B. Koyuncu 1, E. Çömlekoğlu, C. Artunç

ABSTRACT

Zielsetzung:
Die Verwendung von osseointegrierten Implantaten als endostale Verankerungsinstrumente zur Stützung von Dentalprothesen ist eine zuverlässige und allgemein akzeptierte Behandlungsform. Ziel dieser Studie war es, die klinische Leistungsfähigkeit von BioHorizons-Implantaten im Ober- oder Unterkiefer zu ermitteln.


Methodik:
An dieser Studie haben 155 konsekutive Patienten (71 Männer, 84 Frauen) im Alter zwischen 18 und 72 Jahren (Durchschnitt: 54 Jahre) teilgenommen. Insgesamt wurden 500 Implantate eingesetzt (Internal von BioHorizons, Birmingham, AL, USA). Die Fälle wurden im Nachhinein analysiert, um die klinische Effektivität der BioHorizons-Implantate zu bewerten und die Erfolgsrate von implantatgestützten Prosthesen nach 5 Jahren zu bestimmt. Alle Implantate wurden einmal jährlich klinisch und röntgenografisch begutachtet.


Ergebnisse:
An dieser Studie haben 155 konsekutive Patienten (71 Männer, 84 Frauen) im Alter zwischen 18 und 72 Jahren (Durchschnitt: 54 Jahre) teilgenommen. Insgesamt wurden 500 Implantate eingesetzt (Internal von BioHorizons, Birmingham, AL, USA). Die Fälle wurden im Nachhinein analysiert, um die klinische Effektivität der BioHorizons-Implantate zu bewerten und die Erfolgsrate von implantatgestützten Prosthesen nach 5 Jahren zu bestimmt. Alle Implantate wurden einmal jährlich klinisch und röntgenografisch begutachtet.


Schlussfolgerung:
Innerhalb der Grenzen des Beobachtungszeitraums und der Probenanzahl bestätigten die vorliegenden Ergebnisse ausreichend den Erfolg und die Beständigkeit der BioHorizons-Implantate im Unterkiefer sowie im Oberkiefer nach einem Zeitraum von 5 Jahren. Schlussfolgernd können wir feststellen, dass diese Implantate von einem klinischen Standpunkt aus als hochzufriedenstellend bewertet werden können.


© Ägäis-Universität, Fakultät Zahnmedizin, Izmir, Türkei


Kieferaugmentation
Kieferhöhlenaugmentation mithilfe von Calciumsulfat: Einjähriger klinischer Bericht aus einer präsumptiven Langzeitstudie

De Leonardis D, Pecora GE.

ABSTRACT
Das Ziel der vorliegenden Untersuchung war die Auswertung der klinischen und histologischen Ergebnisse einer Kieferaugmentation unter Verwendung von Calciumsulfat als Transplantationsmaterial. Die Pilotgruppe bestand aus 12 Patienten (15 Sinusse). Basierend auf den Erfahrungen der Pilotgruppe wurde die Technik der Calciumsulfat-Anwendung angepasst und es wurde eine zweite Gruppe von 45 Patienten (50 Sinusse) behandelt (Testgruppe). In der Pilotgruppe wurden insgesamt 30 Implantate (Biolock) platziert. In der Testgruppe wurden insgesamt 100 Implantate (Biolock und BioHorizons) platziert. Die klinischen Daten in der vorliegenden Studie stehen im Bezug mit der Nachkontrolle nach 1 Jahr für beide Gruppen zusammen. Klinische Evaluierungen, einschließlich der Beurteilung der Implantatmobilität und der Taschentiefe, wurden von der Implantatfreilegung bis zur endgültigen Prothesenplatzierung auf monatlicher Basis und danach alle 6 Monate erfasst. Die Röntgenbilder wurden vor der Kieferaugmentation und bis zu 6 Monaten nach der Operation monatlich, dann 9 und 12 Monate nach der Implantation und danach in jährlichen Abständen erstellt. Ein Implantat aus der Pilotgruppe wurde nicht im Rahmen eines zweiten chirurgischen Eingriffs eingesetzt und bei 1 Mitglied der Testgruppe musste die Osseointegration nach der Abutment-Verbindung (bei ​​der 1-Jahres-Auswertung) abgebrochen werden. Basierend auf definierten Kriterien lag die Erfolgsquote für die 130 eingesetzten Implantate 1 Jahr nach der Implantation bei 98,5 %. Die klinische und radiologische Auswertung ergab, dass die Augmentation zur Bildung neuen Gewebes in den Kieferhöhlen geführt hat. Die in der Testgruppe verwendete Technik führte zu einer Verlangsamung der Materialresorption und zu einer geringeren Transplantatschrumpfung während der Heilung. In Biopsien wurden Knochenproben für histologische Untersuchungen entnommen. Die Anwendung einer resorbierbaren Barrieremembran am Zugangsfenster reduzierte die Invagination des Weichgewebes auf diesem Niveau. Die Ergebnisse dieser Studie unterstützen die Hypothese, dass Calciumsulfat ein geeignetes Material für die Kieferaugmentation ist.

© Int J Oral und Maxillofac Implants. Nov. – Dez. 1999 ;14(6):869-878.


Kurze Implantate
Kurze Dentalimplantate als Ersatz bei teilweiser Seitenzahnlosigkeit:
Eine retrospektive Multicenter-Fallserienstudie über 6 Jahre

Carl E. Misch, Jennifer Steigenga, Eliane Barboza, Francine Misch-Dietsh, Louis J. Cianciola und Christopher Kazor

Hintergrund:
In vielen klinischen Berichten besitzen Implantate mit einer Länge <10 mm im Seitenzahnbereich teilbezahnter Patienten eine höhere Versagensrate. Zweck dieser Fallserienstudie ist es, die Erfolgsrate von Implantaten zu überprüfen, wenn nach biomechanischen Kriterien vorgegangen wurde, um die an der Knochen-Implantat-Kontaktstelle auftretende Belastung zu verringern.

Methodik:
Im Rahmen einer retrospektiven Studie wurden 273 Patienten mit partieller Zahnlosigkeit im Seitenzahnbereich konsekutiv mit 745 Implantaten für 338 Restaurationen mit einer Länge von 7 oder 9 mm versorgt. Die Ergebnisse wurden in vier Privatpraxen über einen Zeitraum von 1 bis 5 Jahren kontrolliert. Die Daten der Implantat-Erfolgsraten wurden zwischen Stadium I und Stadium II bezüglich Heilung, zwischen Stadium II und der Prothesenbefestigung sowie zwischen der Prothesenbefestigung und der Nachuntersuchung nach 6 Jahren gesammelt.

Ein Versuch, die Belastung auf die posterioren Implantate auf biomechanische Weise zu verringern, schloss schienende Implantate und Implantate ohne Auslegerbelastung ein, wobei der Patient mit einer beidseitig geschützten Okklusion oder einer Okkulsion mit Eckzahnführung ausgestattet wurde. Dazu wurde ein Implantat ausgewählt, das konzipiert war, den Kontakt von Knochen und Implantat zu vergrößern.

Ergebnisse: Bei den 745 platzierten Implantaten kam es zu sechs Verlusten während des Heilungsprozesses zwischen Stadium I und Stadium II. Alle fünf Verluste geschahen bei Anwendung eines einstufigen chirurgischen Eingriffs (240 Implantate). Zwischen der Stadium-II-Heilung und der Prothesenbefestigung kam es zu zwei Verlusten. Nach der Befestigung der 338 endgültigen Prothesen kam es zu keinem weiteren Implantatverlust. Die Erfolgsrate von der Stadium-I-Operation bis zur prothetischen Nachbehandlung lag bei 98,9 %.

Schlussfolgerungen:
Kurze Implantate können mit vorhersagbarem Erfolg für den Ersatz bei teilweiser Zahnlosigkeit im Seitenzahnbereich verwendet werden. Die Berücksichtigung biomechanischer Kriterien zur Reduktion der Belastung auf die Knochen-Implantat-Kontaktstelle ist dabei angezeigt.

© J Periodontol 2006; 77:1340-1347


Dünne Gingiva
Der Einfluss der Weichgewebedicke auf krestale Knochenveränderungen im Umfeld von Implantaten: eine 1-jährige, prospektive, kontrollierte klinische Studie

Linkevicius T., Apse P., Grybauskas S., Puisys A.

ABSTRACT
Zielsetzung: Ziel dieser klinischen Studie war es, den Einfluss der Dicke des Gingivagewebes auf krestalen Knochenverlust um Dentalimplantate herum nach einer nach 1 Jahr stattfindenden Nachuntersuchung zu bewerten.

Materialen und Methoden: Sechsundvierzig Implantate (23 Test- und 23 Kontrollimplantate) wurden bei 19 Patienten platziert. Die Testimplantate wurden 2 mm tief subkrestal platziert, während die Kontrollimplantate auf Knochenniveau platziert wurden. Vor der Implantatplatzierung wurde die Gewebedicke an der Implantationsstelle mit einer Parodontalsonde gemessen. Nach der Heilung wurden zementierte Metall-Keramik-Prothesen konstruiert. Je nach Gewebedicke wurden die Testimplantate in die Gruppen A (dünn) und B (dick) unterteilt. Intraorale Röntgenaufnahmen wurden durchgeführt und krestale Knochenveränderungen wurden bei der Implantatplatzierung sowie nach 1 Jahr ermittelt.

Ergebnisse: Der Mittelwert für Knochenverlust in der Umgebung der Testimplantate in Gruppe A (dünne Mukosa) lag bei 1,61 ± 0,24 mm (SE; Bereich 0,9 bis 3,3 mm) mesial und 1,28 ± 0,167 mm (Bereich 0,8 bis 2,1 mm) distal. Der mittlere Knochenverlust bei Implantaten der Testgruppe B (dicke Mukosa) betrug 0,26 ± 0,08 mm (Bereich 0,2 bis 0,9 mm) mesial bzw. distal und 0,09 ± 0,05 mm (Bereich 0,2 bis 0,6 mm) distal. Der mittlere Knochenverlust um Bereich der Kontrollimplantate betrug 18 ± 0,164 mm (Bereich 0,6 bis 4,0 mm) und 1,87 ±  0,166 mm (Bereich 0,0 bis 4,1mm) mesial bzw. distal. Die Analyse der Varianz zeigte einen signifikanten Unterschied hinsichtlich des Knochenverlustes zwischen Testgruppe A (dünn) und B (dick) sowohl mesial als auch distal.

Schlussfolgerung: Die anfängliche krestale Gingivadicke hat bedeutenden Einfluss auf die marginale Knochenstabilität in der Umgebung von Implantaten. Bei einer Gewebedicke von 2,0 mm oder darunter, kann ein krestaler Knochenverlust von bis zu 1,45 mm auftreten, trotz der suprakrestalen Position der Implantat-Abutment-Kontaktstelle.

© Int J Oral Maxillofac Implants. Juli bis Aug. 2009, 24(4): 712-9.


Platform-Switching
Einfluss der dünnen Schleimhäute auf die krestale Knochenstabilität im Umfeld von Implantaten mit Platform-Switching: eine 1-jährige Pilotstudie

Linkevicius T., Apse P., Grybauskas S., Puisys A.

ABSTRACT
Zielsetzung: In dieser Pilotstudie sollte festgestellt werden, welche Wirkung dünne Schleimhäute auf die krestale Knochenstabilität in der Umgebung von Implantaten mit Platform-Switching haben.

Materialien und Methoden: Zwölf 2-teilige Implantate, bestehend aus 6 Implantaten mit horizontal passenden Implantat-Abutment-Verbindungen (Kontrolle) und 6 Implantate mit Platform-Switching (Test) wurden bei vier Patienten platziert. Das mittlere Alter der Patienten betrug 43 Jahre (Bereich: 37 bis 56 Jahre). Die Dicke des Schleimhautgewebes an der Implantatstelle betrug laut Messung 2 mm oder weniger. Die Implantate wurden mit 5 verblockten Kronen und einer einzelnen 3-teiligen festsitzenden Teilprothese restauriert. Intraorale Röntgenaufnahmen wurden erstellt und krestale Knochenveränderungen wurden bei der Implantatplatzierung sowie nach einer Nachuntersuchung 1 Jahr nach der Behandlung gemessen. Als statistisches Signifikanzniveau wurde P mit weniger als 0,05 festgelegt.

Ergebnisse: Der Knochenverlust um die Testimplantate betrug 1,81 ± 0,39 mm mesial und 1,70 ± 0,35 mm distal. Die Kontrollimplantate wiesen einen marginalen Knochenabbau von 1,60 ± 0,46 mm mesial und 1,76 ± 0,45 mm distal auf. Kein statistisch signifikanter Unterschied konnte zwischen Kontroll- und Testimplantaten ermittelt werden, weder mesial (F[1,10} = 0,746; P = 0,408) noch distal (F[1,10} = 0,080; P = 0,783).

Schlussfolgerung: Im Rahmen dieser Pilotstudie konnte festgestellt werden, dass die Implantate mit Platform-Switching den krestalen Knochen im Vergleich zu Implantaten mit traditionellen Implantat-Abutment-Verbindungen nicht besser schützten, wenn zum Zeitpunkt der Implantatplatzierung dünne Schleimhäute existierten.

© J Oral Maxillofac Surg. Sept. 2010; 68(9): 2272-7.


Fallbericht
Ein biotechnologisches Implantat für eine vorgegebene zelluläre Knochenreaktion auf Belastungskräfte. Literaturreview und Fallbericht

Misch C.E., Bidez M. und Sharaway M.

Es ist seit Langem bekannt, dass die Existenz von Bindegewebe das langfristige Überleben eines Root-Form-Implantats verringert. Übermäßige Belastungen, die auf ein osseointegriertes Implantat ausgeübt werden, können in einer Beweglichkeit der Stützvorrichtung resultieren, außerdem können sie zu einem Bruch eines Teils des Implantates oder des gesamten Implantates führen. Die Überbelastung der Prothese ist nur einer der Gründe für krestalen Knochenverlust.

Eine übermäßige Belastung der Knochen erhöht die Belastungsbedingungen. Diese Mikrobelastung des Knochens steht in einer direkten Beziehung zur Knochenremodellierungsrate.

Wenn sich die Belastungsbedingungen zwischen den Knochen in einem mittleren Überbelastungsbereich befinden, steigt die Knochenremodellierungsrate, was zu einer reaktiven Geflechtknochenbildung führt, die weniger mineralisiert und schwächer ist. Eine höhere Belastung kann dazu führen, dass die Kontaktstellenbelastung einen pathologischen Überlastungsbereich erreicht, was zu einer Mikrofrakturierung des Knochens, zu Fasergewebebildung und/oder -abbau führen kann.

Jüngste Berichte deuten darauf hin, dass die Knochenremodellierungsrate neben einem Implantat dazu verwendet werden kann, biomechanische Bedingungen und ihre Einflüsse auf die Implantat-Knochen-Kontaktstelle zu evaluieren. Dazu gehören eine Reihe von Faktoren, wie Belastungsbedingungen, Implantatoberflächenbedingungen und Implantatdesign. Für bestimmte Belastungszustände ist das Implantatdesign einer der wichtigsten Faktoren, der für die resultierende Belastung auf die Kontaktstelle verantwortlich ist.

Ein vorgegebenes Ziel wurde gesetzt, um ein Dentalimplantat biotechnologisch herzustellen, das den Knochen an der Kontaktstelle in einem vorgegebenen Spannungs-Dehnungs-Verhältnis belastet, um den Lamellenknochen an der Kontaktstelle zu erhalten. In einem Fallbericht über 2 biotechnologisch hergestellte Implantate, die 1 Jahr lang belastet wurden, konnte gezeigt werden, dass die Knochen hauptsächlich über eine lamellare Struktur verfügten, dass die Knochenstoffwechselrate weniger als 5 Mikrometer/Tag betrug und dass der Knochen ebenso beschaffen war wie der von der Kontaktstelle entfernte.

Diese Ergebnisse bestätigen die in einer früheren Tierstudie beobachteten Ergebnisse mit dem gleichen Implantatdesign. Obwohl die Anzahl der in diesen beiden Berichten ausgewerteten Implantate gering war, unterstützen sie das vorgegebene histologische Resultat.

© J Periodontol 2001;72:1276-1286